Feurige Stunts: Show-Apache: «Eigentlich hätte ich Ritter werden müssen»

Datum18.07.2026 07:00

Quellewww.zeit.de

TLDRWolfgang Kring, ein Show-Apache, präsentiert seit über 40 Jahren Pferde-Stunt-Shows und tourt noch immer. Er spielt seit 34 Jahren auf einer Naturbühne in Neu Damerow. Dieses Jahr feiert sein Stück "Feuerpferd" Premiere, mit einem besonderen Stunt seines Pferdes "Wilde Hilde", das durch einen Feuerkreis springt. Krings Faszination für den Wilden Westen und die Naturverbundenheit der Ureinwohner motivieren ihn. Weitere Shows sind im Juli und August geplant.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Feurige Stunts“. Lesen Sie jetzt „Show-Apache: "Eigentlich hätte ich Ritter werden müssen"“. Wolfgang Kring spricht nicht gern über sein Alter. Er sei ja auch "schon über 30 jetzt", sagt er mit einem Augenzwinkern. Und obwohl es noch ein paar Dekaden mehr sind, setzt der Show-Apache sich noch immer Federschmuck auf und nimmt die Zügel seiner Pferde in die Hand. Seit über 40 Jahren führt Kring nach eigener Aussage Pferde-Stunt-Shows durch und tourt auch immer noch. Vor wenigen Wochen sei er in Hessen gewesen. "Acht Stunden gefahren, 600 Kilometer", sagt er. "Aber man kann ja mit Pferd auch nicht so schnell, da waren 14 Baustellen auf dieser Strecke." Zu DDR-Zeiten erhielt Kring eine Einstufung als "Amateur im künstlerischen Volksschaffen". Dafür habe er sein Können präsentieren müssen und dann entsprechende Unterlagen bekommen. Zum 34. Mal führt Kring zudem auf einer Naturbühne in Neu Damerow auf dem ehemaligen Hof seiner Großeltern ein Bühnenstück vor. "Feuerpferd" heißt es dieses Jahr und feiert am 25. Juli Premiere. Seine Stunts seien teilweise in das Stück integriert. Mehr als 30 Darsteller seien dabei und alles, was in den Wilden Westen gehöre: amerikanische Ureinwohner, Cowboys, Soldaten, ein Saloon. Highlight in diesem Jahr: Sein Pferd, Wilde Hilde, springt allein durch einen Feuerkreis mit einem Geweih auf dem Rücken, an dem Fackeln befestigt sind. Dann drehe es um und springe erneut hindurch. Bei Pferdestunts kommt es laut Kring vor allem auf das Tier an: "Das Pferd muss funktionieren." Er nennt ein Beispiel: "Wenn man rückwärts draufsitzt, da kann man ja kaum Hilfen geben." Da müsse das Pferd selbst den Absprung finden und nicht rechts oder links abbiegen. Und woher kommt die Begeisterung? "Eigentlich hätte ich Ritter werden müssen", sagt Kring mit Verweis auf eine alte Burg an seinem Geburtsort. "Dann habe ich aber ein paar Bücher in die Hand bekommen und die haben mich so fasziniert." Er spricht von der Härte und Naturverbundenheit der nordamerikanischen Ureinwohner. Nach der Premiere von "Feuerpferd" sind in diesem Jahr weitere Shows am 26. Juli und an den ersten beiden Augustwochenenden geplant. © dpa-infocom, dpa:260718-930-403129/1