Nachrichtenpodcast: »Keine Angst« – warum Danger Dan vom ZDF ausgeladen wird

Datum18.07.2026 06:04

Quellewww.zeit.de

TLDRDas ZDF hat einen Auftritt des Musikers Danger Dan und des Pianisten Igor Levit abgesagt, da der Song "Keine Angst" kontrovers ist. Die Musiker sehen eine Einschränkung der Meinungsfreiheit, das ZDF eine mögliche Gewaltverherrlichung. Parallel plant die Bundesregierung eine Reform der Nachrichtendienste mit erweiterten Befugnissen für BND und Verfassungsschutz, was Sorgen um Bürgerrechte aufwirft.

InhaltDas ZDF hat einen Auftritt von Danger Dan und Igor Levit abgesagt. Was steckt hinter dem Streit um den Song "Keine Angst"? Und: Der Bund will Geheimdienste reformieren. Die Musiker Danger Dan und Igor Levit werfen dem ZDF vor, ihre Meinungs- und Kunstfreiheit eingeschränkt zu haben. Der Sender hatte einen geplanten Auftritt der beiden in der Kabarettsendung Die Anstalt kurzfristig abgesagt. Nach Angaben der Musiker wollten sie dort ihr antifaschistisches Lied Keine Angst präsentieren. Eine schriftliche Begründung für die Ausladung hätten sie nicht erhalten. Das ZDF erklärte hingegen, der Text könne als Aufruf zu Gewalt verstanden werden, und kündigte an, sich zu einem späteren Zeitpunkt journalistisch mit dem Lied auseinanderzusetzen. Das Team von Die Anstalt kritisierte die Entscheidung und bezeichnete sie als "mutlos". Danger Dan und Igor Levit kündigten an, das Lied dennoch öffentlich aufzuführen. Wie die Entscheidung des ZDF zu bewerten ist und warum das Lied Keine Angst umstritten ist, erläutert ZEIT-Autor Jens Balzer. Die Bundesregierung plant eine umfassende Reform der deutschen Nachrichtendienste. Ein fast 700 Seiten langer Gesetzentwurf sieht vor, dem Bundesnachrichtendienst (BND) und dem Verfassungsschutz deutlich mehr Befugnisse zu geben. Geplant sind unter anderem neue Möglichkeiten für Cyberangriffe, den Einsatz von künstlicher Intelligenz, biometrische Auswertungen und eine stärkere Überwachung von Kommunikationsdaten. Der BND soll künftig unter bestimmten Bedingungen auch IT-Systeme angreifen und digitale Angriffe abwehren können. Die Reform soll ab Herbst im Bundestag beraten werden. Befürworter sehen darin eine Anpassung an neue Bedrohungen, Kritiker warnen vor möglichen Eingriffen in die Bürgerrechte. Was die Bundesregierung konkret plant und wie stark die Reform die Rechte der Bürger tatsächlich einschränken könnte, ordnet Holger Stark, Leiter im Ressort Investigative Recherche und Daten der ZEIT, ein. Und sonst so? Die unterschätzte Intelligenz der Taube Moderation und Produktion: Mounia Meiborg Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.