Datum17.07.2026 18:17
Quellewww.spiegel.de
TLDREin Flugzeug der Air Cairo landete stark beschädigt in Stuttgart. Die Flugzeugnase war eingedrückt, vermutlich durch Hagelschlag einer Superzelle. Trotz der Beschädigung bestand für die Passagiere keine Gefahr, da das Instrumentenlandesystem (ILS) die Piloten unterstützte. Die beschädigte Maschine wird in Stuttgart repariert, der Rückflug fand mit einer Ersatzmaschine statt.
InhaltEin schweres Unwetter hat einem landenden Flugzeug am Stuttgarter Airport sichtlich zugesetzt. Offen ist, ob die Maschine mit einer Superzelle in Berührung kam, vor der Wetterdienste gewarnt hatten. Eine Maschine der ägyptischen Fluggesellschaft Air Cairo ist am Donnerstagabend beschädigt und verbeult auf dem Stuttgarter Flughafen gelandet. Auf einem Foto ist zu sehen, dass die Nase des Fliegers eingedrückt ist. Bei der Maschine handelt es sich um einen Airbus A320. Die Hintergründe, warum die Maschine so stark beschädigt war, sind unklar. Die Flughafensprecherin sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass sie nichts zu möglichen Hagelschäden oder weiteren Auswirkungen sagen könne. Auch die Airline war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Der Flug am Freitagmorgen zurück nach Marsa Alam wurde mit einer Ersatzmaschine der Airline durchgeführt, wie die Flughafensprecherin mitteilte. "Die beschädigte Maschine steht noch in Stuttgart zur Begutachtung und Reparatur." Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Donnerstag von einer sogenannten Superzelle gesprochen, die sich am Nachmittag von Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart bis nach Ulm geschoben hatte. Die Superzelle hatte starke Windböen und bis zu fünf Zentimeter große Hagelsteine im Gepäck, wie ein Sprecher sagte. Der DWD hatte am Donnerstag auch eine Unwetterwarnung für das ganze Land herausgegeben. Sie galt bis in die frühen Morgenstunden. Offenbar flog die Maschine im Landeanflug direkt durch die Superzelle. Und offenbar beschädigte der Hagel die Frontscheibe des Flugzeugs so stark, dass man nicht mehr hindurchschauen konnte. Das legen zumindest Fotos nahe. Gefahr für die Passagiere bestand dennoch nicht. Das liegt daran, dass bei Flugzeuglandungen heutzutage auf Technik gesetzt wird. Das bodengestützte Instrumentenlandesystem (ILS) sorgt dafür, dass sich die Pilotinnen und Piloten ganz auf die Instrumente verlassen können. Jets werden durch das ILS auf festgelegten Routen schnurgerade zu Boden geführt. Das System wird weltweit eingesetzt. Das Risiko eines tödlichen Unfalls mit dem Flugzeug ist in den vergangenen Jahrzehnten steil zurückgegangen. Und Zwischenfälle werden immer unwahrscheinlicher. Mehr dazu lesen Sie hier .