Datum17.07.2026 17:16
Quellewww.zeit.de
TLDRJens Spahn wurde durch eine Leihmutter Vater, obwohl er und die CDU bisher dagegen waren. Dies führt zu Kritik von Oppositionsparteien und der Frauenunion, die eine Erklärung fordern, während die CDU am Verbot festhält. Parallel tobt ein Streit in der NRW-AfD über die Aufstellung der Landesliste für 2027. Die Bundesspitze fordert den Abbruch wegen möglicher Druckausübungen auf Delegierte, die Partei vor Ort hält jedoch am Parteitag fest. Ein Gericht verurteilte zudem eine NSU-Unterstützerin auf Bewährung.
InhaltJens Spahn ist mithilfe einer Leihmutter Vater geworden – obwohl er und die CDU bisher dagegen waren. Wie passt das zusammen? Außerdem: Eskalation in der NRW-AfD Die Kritik an Unionsfraktionschef Jens Spahn hält nach der Bekanntgabe seiner Vaterschaft durch eine Leihmutter in den USA an. Politiker von Grünen, Linken und FDP werfen Spahn vor, dass seine persönliche Entscheidung im Widerspruch zu seiner bisherigen politischen Haltung steht. Sie verweisen darauf, dass er sich in der Vergangenheit gegen eine Lockerung des Verbots der Leihmutterschaft in Deutschland ausgesprochen hatte und fordern eine Erklärung. Auch aus der Union kommt Kritik. Die Vorsitzende der Thüringer Frauenunion, Marion Rosin, fordert seinen Rücktritt. Die CDU hält dabei weiter am Verbot der Leihmutterschaft fest und sieht keinen Anlass, die Rechtslage zu ändern. Auch die Bundesregierung bekräftigte, dass der Koalitionsvertrag keine Änderung des Verbots vorsieht. Wie Spahns persönliche Entscheidung mit seiner früheren politischen Haltung vereinbar ist, erklärt Tina Hildebrandt, Chefkorrespondentin der ZEIT. Im AfD-Landesverband Nordrhein-Westfalen gibt es Streit über die Aufstellung der Landesliste für die Landtagswahl 2027. Der Landesparteitag in Marl wurde heute fortgesetzt, obwohl die Bundesspitze um Alice Weidel und Tino Chrupalla zuvor in einem Schreiben den Abbruch der Versammlung gefordert hatte. Der Bundesvorstand sieht mögliche Verstöße gegen Wahlgrundsätze bei der bisherigen Kandidatenaufstellung. Nach Angaben von Weidel und Chrupalla sollen Delegierte unter Druck gesetzt oder bedroht worden sein. Sollte sich dies bestätigen, könnte die Gültigkeit der Landesliste infrage stehen, da freie und geheime Wahlen gewährleistet sein müssen. Der NRW-Landesverband hält dagegen an der Fortsetzung des Parteitags fest. Christian Parth, Redakteur im Politikressort, ordnet den Streit ein. Außerdem im Update: Das Oberlandesgericht Dresden hat die NSU-Unterstützerin Susann E. zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Das Gericht sprach sie der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung in drei Fällen sowie der Beihilfe zu einer schweren räuberischen Erpressung mit Waffen schuldig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Und sonst so: Titanwurz-Knolle geklaut Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.