Datum17.07.2026 16:56
Quellewww.zeit.de
TLDRBrandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach kritisiert die Entscheidung der Bundesnetzagentur, die Bahnkapazitäten für Wettbewerber wie Italo zu öffnen. Er befürchtet, dass dadurch die ländlichen Regionen Nachteile bei Halten und Anschlüssen erleiden, während lukrative Strecken weiter ausgebaut werden. Crumbach fordert zuerst massive Investitionen in die Infrastruktur, bevor über zusätzlichen Wettbewerb gesprochen werden kann. Die Bundesnetzagentur schreibt eine Kapazitätsvergabe an Wettbewerber vor, da Italo sich beschwert hatte.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bundesnetzagentur“. Lesen Sie jetzt „Verkehrsminister warnt vor Einstieg von Italo in Fernverkehr“. Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) hält die Weichenstellung für den möglichen Einstieg von Wettbewerbern wie dem Anbieter Italo im Schienenfernverkehr für falsch. "Die lukrativen Metropolenachsen werden weiter ausgebaut, während die Regionen in der Fläche das Nachsehen haben", teilte Crumbach mit. Für Brandenburg befürchtet er weniger Halte, schlechtere Anschlüsse und dünnere Takte - gerade dort, wo Menschen auf die Bahn angewiesen seien. "Erst muss die Infrastruktur stabil und leistungsfähig gemacht werden - mit massiven Investitionen in Netz, Stellwerke und Digitalisierung", sagte Crumbach. "Dann können wir über zusätzlichen Wettbewerb reden." Die Bundesnetzagentur entschied, dass die Deutsche Bahn auf stark belasteten Strecken künftig mindestens ein Viertel der Kapazitäten an Wettbewerber im Fernverkehr vergeben muss. Konkret geht es um den für 2028 geplanten Markteinstieg des italienischen Bahnunternehmens Italo in den Fernverkehr in Deutschland. Italo hatte Beschwerde bei der Bundesnetzagentur gegen die Art und Weise eingelegt, wie die ohnehin begrenzten Schienenkapazitäten in Deutschland vergeben werden. © dpa-infocom, dpa:260717-930-401588/1