Landwirtschaft: Kleinere Anbaufläche - weniger Erdbeeren, etwas mehr Spargel

Datum17.07.2026 13:14

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Erdbeerernte in Thüringen ist 2024 deutlich geringer ausgefallen als im Vorjahr und im langjährigen Mittel, bedingt durch ungünstige Witterung wie Kälte, Starkregen und Hitze. Auch die Spargelernte liegt unter dem langjährigen Mittel, jedoch leicht über dem Vorjahresergebnis. Trotz sinkender Anbauflächen für beide Kulturen, insbesondere bei Erdbeeren, konnten die Erträge pro Hektar bei Spargel gesteigert werden, während sie bei Erdbeeren sanken.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landwirtschaft“. Lesen Sie jetzt „Kleinere Anbaufläche - weniger Erdbeeren, etwas mehr Spargel“. Mit etwa 442 Tonnen ist die Thüringer Erdbeerernte in dieser Saison vorläufigen Angaben nach so gering ausgefallen wie seit Jahren nicht. Verglichen mit dem vergangenen Jahr wurden nach ersten Schätzungen des Thüringer Landesamts für Statistik 316 Tonnen weniger Erdbeeren geerntet. Das entspricht einem Rückgang von 42 Prozent zum Vorjahr. Im Vergleich zum langjährigen Mittel (2020 bis 2025) habe sich die Erdbeerernte sogar fast halbiert (-48 Prozent).  Auch die Spargelernte ist nach Angaben der Statistiker mit rund 1.371 Tonnen im Vergleich zum langjährigen Mittel 15 Prozent geringer ausgefallen. Verglichen mit dem vergangenen Jahr wurden laut den vorläufigen Zahlen jedoch 30 Tonnen, also zwei Prozent mehr gestochen. Die Anbaufläche für Spargel sinkt in Thüringen seit Jahren - im vergangenen Jahr ist die Fläche um acht Prozent auf 222 Hektar zurückgegangen, wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilte. Gleichzeitig wurden nach erster Schätzung 6,2 Tonnen Spargel pro Hektar gestochen, was einem Plus von elf Prozent entspricht. Damit liegt der Ertrag pro Hektar auf dem Niveau des langjährigen Mittels. Bei der Menge handelt es sich den Statistikern zufolge um die gesamte Feldabfuhr, unabhängig davon, ob die Stangen tatsächlich vermarktet werden konnten oder nicht. Die Anbaufläche für Erdbeeren im Freiland ist laut dem Thüringer Landesamt für Statistik im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf 80 Hektar zurückgegangen. Im Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre wurden demnach in Thüringen sogar auf 103 Hektar Erdbeeren geerntet. Anders als beim Spargel sank gleichzeitig die Ernte pro Hektar. Die Thüringer Betriebe mit Erdbeeranbau schätzten die Ernte für das laufende Jahr auf 5,6 Tonnen je Hektar, wie die Statistiker mitteilten. Das sind knapp ein Drittel weniger als im Vorjahr und mehr als ein Drittel weniger als im langjährigen Mittel. In der Mitteilung des Thüringer Landesamts für Statistik heißt es, die Betriebe begründen die geringere Ernte mit der Witterung. Die Ernte sei geringer ausgefallen, weil das Frühjahr zunächst kalt war. Auch der regional aufgetretene Starkregen und die Hitze führten demnach dazu, dass weniger Erdbeeren geerntet wurden. © dpa-infocom, dpa:260717-930-399909/1