Datum17.07.2026 12:06
Quellewww.spiegel.de
TLDRJim Parsons, bekannt als Sheldon Cooper in "The Big Bang Theory", gesteht, seinen großen Erfolg nicht genossen zu haben. Er litt unter Zwängen und Stress, die ihn daran hinderten, glückliche Momente zu erleben. Sein damaliger Arbeitsethos und seine Selbstdisziplin, die ihm Erfolg brachten, waren zeitweise elend und machten ihn unglücklich, weshalb er diese Phase "für kein Geld der Welt" wiederholen würde.
InhaltIn "The Big Bang Theory" spielt Jim Parsons den neurotischen Forscher Sheldon Cooper. Auch er selbst litt in der Vergangenheit unter Zwängen, erzählt der Schauspieler nun in einem Podcast. "Für kein Geld der Welt" würde er er diesen Lebensabschnitt wiederholen. Jim Parsons, 53, hat geschafft, wovon viele Menschen träumen: als Schauspieler in extrem populären Serien und Filmen international erfolgreich zu sein. Doch seinen Ruhm konnte der "The Big Bang Theory"-Star oft gar nicht genießen: "Wenn ich jetzt zurückblicke, merke ich, dass ich in vielen der schönsten Momente meines Lebens unglücklich war", sagte Parsons im Videopodcast "All Out with Jon Dean." "Ich war nicht glücklich. Ich war gestresst." Er habe das Gefühl gehabt, "so viele Bälle gleichzeitig in der Luft halten zu müssen, und dass der Erfolg und die schönen Dinge im Leben, die mir widerfuhren, nur dieser Überarbeitung, dieser Disziplin und so weiter zu verdanken waren", fuhr er fort. "Und vielleicht stimmte das ja auch ein bisschen. Ich weiß es nicht." Obwohl ihm sein strenger Arbeitsethos und seine Selbstbeherrschung großen Erfolg einbrachten, hielt Parsons fest: "Ich würde das nicht noch einmal tun, für kein Geld der Welt. Einfach weil es zeitweise stressig und elend war. Ich habe mich selbst unglücklich gemacht", so der Schauspieler. Er habe auch "unzählige Momente des Lebens" verpasst, einfach deshalb, weil sie nicht in seine selbst geschaffenen Strukturen gepasst hätten. Sein damaliges Verhalten stuft er mittlerweile sogar als "zwanghaft" ein. "Ich hatte im Grunde eine Liste von Dingen im Kopf, die ich erledigen musste, um mich wohlzufühlen und zu wissen, dass ich meine Arbeit richtig machen konnte," sagte Parsons weiter. Ironischerweise ist seine wohl bekannteste Rolle als Sheldon Cooper in "The Big Bang Theory" ebenfalls von Zwängen und Neurosen geplagt. Die Serie lief von 2007 bis 2019 und zählt zu den erfolgreichsten Sitcoms überhaupt. Sie machte Parsons und seine Kolleginnen und Kollegen Johnny Galecki, Kaley Cuoco, Simon Helberg, Kunal Nayyar, Mayim Bialik und Melissa Rauch zu international bekannten Schauspielstars. Neben "The Big Bang Theory" war Parsons auch in dessen Spin-Off "Young Sheldon" sowie in Filmen wie "Hidden Figures" und "The Boys in the Band" zu sehen. Er gewann zahlreiche Auszeichnungen, darunter mehrere Emmys und einen Golden Globe. Anlässlich des Endes von "The Big Bang Theory" schrieb der SPIEGEL 2019, die Serie lebe scheinbar von Nerd-Klischees und rasantem Witz, dabei gebe es einen bitteren Kern. Die ganze Würdigung lesen Sie hier.