Datum17.07.2026 11:43
Quellewww.spiegel.de
TLDRRussland startete erneute Drohnen- und Raketenangriffe auf die Ukraine, die zivile Opfer forderten, darunter zwei Tote in Odessa. Präsident Selenskyj berichtete, dass über 130 Drohnen und acht Raketen eingesetzt wurden, die zivile Infrastruktur beschädigten. Als Vergeltung griff die Ukraine die russische Schwarzmeerflotte an und beschädigte laut ukrainischen Angaben mehrere Schiffe, um die russische Logistik zu lähmen. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte Angriffe auf ukrainische Hafeninfrastruktur.
InhaltRussland überzieht die Ukraine erneut mit Drohnenangriffen, dabei gab es zahlreiche zivile Opfer. Das angegriffene Land wehrt sich mit Gegenschlägen und nahm wieder die russische Flotte ins Visier. Bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen sind in der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut mehrere Menschen getötet und verletzt worden. "In Odessa wurden zwei Menschen getötet, als Folge des nächtlichen russischen Raketenangriffs auf ein Wohngebäude", teilte Selenskyj auf der Plattform X mit. Es gebe auch fünf Verletzte. Bei einem Luftangriff in der ebenfalls im Süden gelegenen Region Saporischschja seien zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Insgesamt habe der Feind in der Nacht mehr als 130 Drohnen und acht Raketen eingesetzt, so Selenskyj. Betroffen gewesen seien mehrere Regionen. Gegen die Region Sumy im Nordosten habe Russland 15 Gleitbomben eingesetzt. Es gebe einen Verletzten. Wohnhäuser und andere zivile Infrastruktur seien beschädigt worden. Derweil meldete der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, den Beschuss von weiteren zwölf russischen Schiffen im Schwarzen Meer. Getroffen wurden demnach neun Frachter, ein Tankschiff, ein Gastransportschiff und ein Schlepper. Insgesamt steige damit die Zahl der seit dem 6. Juli angegriffenen Schiffe auf 159 – im Schwarzen Meer und dem mit ihm verbundenen Asowschen Meer. Von unabhängiger Seite sind diese Angaben nicht überprüfbar. "Die Flottenjagd geht weiter", hieß es in einer bei Telegram veröffentlichten Mitteilung Browdis. Ziel sei es, die Logistik für Öl, Treibstoff und Fracht unter Umgehung der Sanktionen zu lähmen. Die Schiffe sollten ausgeschaltet werden. "Es ist nicht das Ziel, die Gewässer mit Ölflecken zu verschmutzen, daher keine Löcher in den Rümpfen", teilte Browdi mit. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte die Angriffe auf die Schwarzmeerhäfen Odessa und Tschornomorsk. Dabei sei auf die von den ukrainischen Streitkräften für die Verladung und Lagerung von Rüstungsgütern genutzte Hafeninfrastruktur und auf eine Drohnenproduktionsstätte gezielt worden. In Tschornomorsk sei auch ein Feuerlöschboot getroffen worden. Diese Angaben sind ebenfalls von unabhängiger Seite nicht überprüfbar. Russland führt seit mehr als vier Jahren seinen zerstörerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Mychajlo Fedorow ist in der Ukraine höchst populär, als Verteidigungsminister hat er Innovationen gepusht und Korruption unterbunden. Dass Präsident Selenskyj ihn nun austauscht, sorgt für Proteste in Kyjiw – und Entrüstung in Berlin. Mehr zum Machtkampf in Kyjiw lesen Sie hier .