Tiere: Grüne fordern Verbot für Tiger und Co. in Privathand

Datum17.07.2026 11:36

Quellewww.zeit.de

TLDRNach einem tödlichen Tigerangriff fordert die sächsische Landtagsfraktion der Grünen ein Verbot von exotischen Wildtieren in privater Haltung. Die Fraktionschefin Franziska Schubert betonte die Notwendigkeit, aus dem tragischen Fall Konsequenzen zu ziehen und die bestehenden Regelungen zu überprüfen. Sie plädiert für klare Regeln, eine Registrierung gefährlicher Tierhaltungen und bessere Ausstattung der Veterinärämter, um zukünftige Vorkommnisse zu verhindern.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tiere“. Lesen Sie jetzt „Grüne fordern Verbot für Tiger und Co. in Privathand“. Nach dem Tigerausbruch bei Leipzig mit tödlichen Folgen fordern die Grünen ein Verbot gefährlicher Wildtiere in Privathand. Mitte Mai war ein Tiger im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig entkommen und hatte einen 72-jährigen Mann schwer verletzt. Unlängst starb er an den Folgen des Angriffs im Krankenhaus.  Der Tiger wurde von der Polizei zur Strecke gebracht. Der Tod des Mannes mache betroffen, erklärte Franziska Schubert, Fraktionschefin der Grünen im Landtag. Umso wichtiger sei es jetzt, aus diesem tragischen Fall die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Die Vorkommnisse in Dölzig machten deutlich, dass Sachsen seine Regelungen zur Haltung gefährlicher Wildtiere grundlegend überprüfen müsse, sagte Schubert. "In Sachsen sollte niemand privat Tiger oder andere gefährliche Wildtiere halten dürfen." Darüber hinaus brauche man klare und praktikable Regeln, eine Registrierung besonders gefährlicher Tierhaltungen, einen funktionierenden Informationsaustausch der Behörden sowie gut ausgestattete Veterinärbehörden, die Kontrollen konsequent durchführen könnten. "Der Vorfall zeigt, dass Behörden grundsätzlich eingreifen können, macht aber gleichzeitig deutlich, wie langwierig und kompliziert die Verfahren sind – viel zu langwierig und kompliziert. Es sollte weder Verletzte noch Tote geben, nur, weil Sachsen hier nicht endlich eindeutig handelt. Der Freistaat muss jetzt aus dem Knick kommen, damit sich ein solcher Fall nicht wiederholt", sagte Schubert. © dpa-infocom, dpa:260717-930-399266/1