Kinderbetreuung: Kultusminister für Nachbesserung bei Kita-Plänen des Bundes

Datum17.07.2026 11:16

Quellewww.zeit.de

TLDRSachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) kritisiert den Referentenentwurf des Bundes für ein neues Kita-Gesetz. Er lobt zwar die Ansätze wie Sprachförderung und soziale Faktoren, bemängelt aber, dass mehr Anforderungen mit deutlich weniger Geld verbunden seien. Die Mittel für die Länder sollen erheblich gekürzt werden, von ursprünglich 16 Milliarden Euro auf rund 9 Milliarden Euro. Dies sei laut Minister nicht umsetzbar und funktioniere nicht.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kinderbetreuung“. Lesen Sie jetzt „Kultusminister für Nachbesserung bei Kita-Plänen des Bundes“. Der sächsische Kultusminister Conrad Clemens (CDU) sieht Nachbesserungsbedarf bei den Kita-Plänen des Bundes. Konkret geht es um den Referentenentwurf des Kita-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetzes. Inhaltlich enthalte er zwar gute Ansätze, sagte Clemens der Deutschen Presse-Agentur und nannte dabei etwa den Fokus auf frühkindliche Bildung, Sprachtests für alle Vierjährigen und eine Förderung auf Basis sozialer Faktoren. "Der Entwurf verbindet aber mehr Anforderungen mit weniger Unterstützung. Das wird nicht funktionieren", sagte der Minister. In einem Bereich, in dem der Bund nicht allein zuständig sei, wolle er hohe Ansprüche an die Kommunen formulieren. "Gleichzeitig kürzt er das Geld erheblich. Statt bisher 16 Milliarden soll es für die nächsten Jahre nur rund 9 Milliarden geben."  Die bisher den Ländern zur Verfügung gestellten Mittel im Umfang von zwei Milliarden Euro jährlich sollen 2027 und 2028 auf 1,49 Milliarden Euro, 2029 auf 1,24 Milliarden Euro und zwischen 2030 und 2034 auf jeweils 993 Millionen Euro reduziert werden. Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) hatte den Referentenentwurf in dieser Woche vorgestellt. Mit Sprachtests für alle Vierjährigen und gezielter Förderung in den Kitas will sie eine Trendwende in der Bildungspolitik erreichen. "Denn gute Bildung beginnt nicht erst in der Schule, sondern in der Kita", sagte die Ministerin. Das neue Kita-Gesetz soll Kindern der Übergang zur Grundschule erleichtern. Dafür verspricht der Bund bis 2034 insgesamt 9,25 Milliarden Euro.  Hintergrund sind die extrem unterschiedlichen Bildungschancen für Kinder in Deutschland, die sich oft schon in der Grundschule zeigen und sich durch die gesamte Bildungslaufbahn ziehen. © dpa-infocom, dpa:260717-930-399131/1