Mutmaßlicher Mord: Kelkheim: Drei junge Menschen hielten Verdächtigen fest

Datum17.07.2026 11:21

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Kelkheim hielten drei junge Menschen einen Mann fest, der mutmaßlich seine Ehefrau mit einer Machete ermordete. Der Täter, ein 60-jähriger Kroate, tötete seine 58-jährige Frau aus Eifersucht vor zahlreichen Zeugen, darunter auch Kinder. Die drei Helfer, ein 28-jähriger Deutscher, ein 17-jähriger Kelkheimer und ein 32-jähriger Afghane, versuchten laut Bürgermeister, die Tat zu verhindern. Der Tatverdächtige befindet sich in Untersuchungshaft. Eine Gedenkfeier ist geplant.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Mutmaßlicher Mord“. Lesen Sie jetzt „Kelkheim: Drei junge Menschen hielten Verdächtigen fest“. Drei Menschen haben den Tatverdächtigen beim mutmaßlichen Mord einer Frau in Kelkheim gestellt und nach Angaben des Bürgermeisters versucht, die Tat zu verhindern. Dabei handele es sich um einen 28 Jahre alten Deutschen aus dem Frankfurter Westen, einen 17 Jahre alten Jugendlichen aus Kelkheim mit pakistanischer Herkunft und einen 32-jährigen Afghanen, sagte Kelkheims Bürgermeister Albrecht Kündiger.  "Den Mut, den die dort bewiesen haben, dass sie den Täter festgehalten haben, dass sie noch versucht haben, die Tat zu verhindern, was nicht zu verhindern war, das ist unglaublich", sagte Kündiger. Zu der Tat sei es direkt vor dem Wohnhaus des Opfers in der Nähe des Marktplatzes gekommen, sagte er. "Ganz viele Menschen mussten diese Tat mit ansehen, weil es in einer Zeit geschehen ist, in der ganz viel in der Stadt los war." Der Bürgermeister sagte, es hätten "fast 30, möglicherweise noch mehr Augenzeugen" die Tat mit ansehen müssen. "Das Schlimme ist und das macht uns besonders betroffen, unter diesen Augenzeugen sind auch zahlreiche Jugendliche und Kinder." Am Samstagabend soll demnach eine Gedenkfeier auf dem Marktplatz stattfinden. Ein 60 Jahre alter Kroate soll am Dienstagabend seiner 58-jährigen Ehefrau mit einer Machete "mindestens 30 abgrenzbare Stich- und Schnittverletzungen im Bereich des Kopfes, Halses, Nackens und Oberkörpers zugefügt haben", hatte die Staatsanwaltschaft am Tag nach der Tat mitgeteilt. Zahlreiche Passanten wurden Zeugen des Angriffs. Die Ehefrau starb noch am Tatort. Der Mann habe "aus übersteigertem Besitzdenken und Eifersucht" gehandelt, so die Staatsanwaltschaft. Er sitzt wegen des Verdachts des Mordes in Untersuchungshaft. © dpa-infocom, dpa:260717-930-399173/1