Datum17.07.2026 06:45
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Berliner CDU stellt das kostenlose Schulessen im Wahlkampf zur Debatte und schlägt eine moderate Kostenbeteiligung von bis zu zwei Euro vor. Dies könnte jährliche Einsparungen von 92 Millionen Euro ermöglichen. Laut CDU-Chef Reitze soll dies der Fairness dienen, indem sich finanziell stärkere Familien beteiligen, während sozial schwache Familien weiterhin entlastet werden. Auch kostenlose Schülertickets werden von der CDU infrage gestellt, was im Gegensatz zu den Forderungen der SPD steht, die sich für kostenlose Bildungsangebote einsetzt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wahlkampf in Berlin“. Lesen Sie jetzt „CDU stellt kostenloses Schulessen zur Diskussion“. Die Berliner CDU spricht sich gegen kostenloses Schulessen aus. Denkbar wäre eine Rückkehr zu einem moderaten Kostenbeitrag von bis zu zwei Euro je Mittagessen, erklärte CDU-Landesgeschäftsführer Dirk Reitze auf Anfrage der "Berliner Morgenpost". Das könne Berlin mittelfristig Einsparungen von rund 92 Millionen Euro jährlich ermöglichen. Es sei eine Frage der Fairness, staatliche Leistungen dort zu konzentrieren, wo sie tatsächlich benötigt würden, sagte Reitze. Familien, die finanziell leistungsfähig seien, könnten einen angemessenen Eigenbeitrag leisten, während Familien mit geringem Einkommen auch künftig keine Kosten für das Schulmittagessen tragen sollten. Gleichzeitig sprach sich Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) im "Tagesspiegel" gegen kostenloses Schulessen und gegen kostenlose Schülertickets aus. CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers hatte das kostenlose Schulessen ebenfalls bereits infrage gestellt. Das Thema ist damit im Wahlkampf angekommen. Der Noch-Koalitionspartner SPD und insbesondere SPD-Fraktionschef Raed Saleh hatte sich jahrelang für kostenlose Bildung inklusive kostenloses Schulessen eingesetzt. © dpa-infocom, dpa:260717-930-397910/1