Nachrichtenpodcast: Von Manchester in die Downing Street

Datum17.07.2026 05:59

Quellewww.zeit.de

TLDRAndy Burnham, ehemaliger Bürgermeister von Manchester, kandidiert für den Labour-Vorsitz und strebt das Amt des britischen Premierministers an. Er schlägt eine dezentrale Regierungsstruktur und Maßnahmen zur Bekämpfung der hohen Lebenshaltungskosten vor. Gleichzeitig plant die EU eine Reform des Emissionshandels, um Klimaziele zu erreichen, ohne die Industrie zu stark zu belasten. Unternehmen warnen vor Kostensteigerungen und Abwanderung, während Umweltschützer eine Aufweichung der Klimaziele befürchten.

InhaltAndy Burnham war Bürgermeister von Manchester. Jetzt will er Labour-Chef werden – und auch britischer Premier. Schafft er das? Und: Neue Regeln beim EU-Emissionshandel Der Labour-Politiker Andy Burnham will zum Chef seiner Partei und damit letztlich zum neuen britischen Premierminister gewählt werden. Bis vor Kurzem war der Politiker noch Bürgermeister der Metropolregion Manchester. Nun soll er den noch amtierenden Premier Keir Starmer ablösen. Starmer hatte nach weniger als zwei Jahren als Premier seinen Rücktritt verkündet. Unter Starmer hatte Labour zunehmend Wahlkreise an die rechte Partei "Reform UK" des ehemaligen Brexit-Anführers Nigel Farage verloren. Andy Burnham visiert für seine Arbeit als Premier weitreichende Reformvorschläge an: Die Regierung soll stark dezentral organisiert werden, die Regionen mehr Macht bekommen. Außerdem will er gegen die hohen Lebenshaltungskosten in Großbritannien vorgehen. Aber hat Burnham eine ausreichende Mehrheit in seiner Partei, um Chef seiner Partei und dann auch Premier zu werden? Jochen Bittner, Auslandskorrespondent in London für DIE ZEIT, ordnet Burnhams Chancen ein. Die EU möchte den Emissionshandel reformieren. Ziel ist es, die Klimaziele zu halten, ohne die Industrie zu überlasten. Die zeigt sich nämlich unter Druck: Knapp 40 Konzerne, darunter BASF und Thyssenkrupp, befürchten, dass durch das Auslaufen der bisher kostenlosen CO₂-Zertifikate ihre Kosten stark steigen könnten. Die Unternehmen haben vor Werksschließungen und Abwanderung gewarnt. Während die Industrie Entlastungen fordert, warnen Umweltschützer vor einem Aufweichen der Klimaziele. Der Emissionshandel gilt als eines der zentralen Konzepte, mit dem die EU den CO₂-Ausstoß ihrer Länder reduzieren und damit das Klima schützen will. Wie die EU den Emissionshandel reformieren möchte, das weiß Ricarda Richter aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT. Und sonst so? Pilot schreibt "I’m bored" in den Himmel Moderation und Produktion:Hannah Grünewald Redaktion: Elise Landschek Mitarbeit: Christina Felschen und Lena Herrmann Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.