Datum17.07.2026 05:56
Quellewww.zeit.de
TLDRTiefer Rauch von Waldbränden in Kanada beeinträchtigt die Luftqualität in amerikanischen Großstädten wie New York und Chicago. Behörden warnen die Bevölkerung und empfehlen, sich möglichst wenig im Freien aufzuhalten. Masken werden verteilt. Die Situation könnte Auswirkungen auf das nahegelegene Fußball-WM-Finale haben, eine Besserung wird jedoch ab Samstag erwartet. Mehrere Millionen Hektar Fläche sind in Kanada bereits verbrannt, was mit einer Hitzewelle zusammenfällt.
InhaltDie amerikanische Ostküste wird von dichtem Rauch verdunkelt. Waldbrände in Kanada sind der Grund für die schlechte Luftqualität. Die Behörden warnen. Der Rauch starker Waldbrände in Kanada vernebelt nun auch amerikanische Millionenstädte wie New York und Chicago. Die Skyline des New Yorker Stadtteils Manhattan war am Donnerstag von dichtem Dunst verhüllt. Chicago schloss wegen der extrem hohen Feinstaubbelastung trotz der hohen Temperaturen seine Strände. Die Behörden riefen die Menschen im Großraum von New York dazu auf, so wenig Zeit wie möglich im Freien zu verbringen. Bürgermeister Zohran Mamdani warnte vor einer "ernsten Bedrohung" durch Hitze und schlechte Luft. Mitarbeiter der Stadt verteilten kostenlos Masken in öffentlichen Bibliotheken und Bahnhöfen. Im benachbarten East Rutherford findet am Sonntag (21.00 Uhr MESZ) das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Spanien und Argentinien statt. Noch ist unklar, ob die aktuelle Lage Auswirkungen auf das Spiel haben wird. Prognosen gehen davon aus, dass sich die Luftqualität von Samstag an bessern wird. In Chicago und anderen amerikanischen Städten nahe der kanadischen Grenze gaben die Behörden eine Gesundheitswarnung aus. Der Luftqualitätsindex sank dort auf die niedrigste von sechs Stufen. In Chicago musste ein Fußballspiel der US-Profiliga MLS verschoben werden. In den vergangenen Tagen hatte sich die Waldbrandsituation in der kanadischen Provinz Ontario verschärft, die Metropole Toronto meldete die schlechteste Luftqualität weltweit. Bislang gingen mindestens 1,9 Millionen Hektar in Flammen auf, das entspricht fast der Fläche von Sachsen-Anhalt. Die Waldbrände fielen mit einer Hitzewelle zusammen, die sich vom Westen der USA bis an die Ostküste und nach Kanada ausdehnte.