Unwetter: Fast in ganz Deutschland sind am Freitag heftige Gewitter möglich

Datum17.07.2026 02:10

Quellewww.spiegel.de

TLDRAm Freitag sind in fast ganz Deutschland teils heftige Gewitter zu erwarten. Von Schauern und Starkregen bis hin zu lokalem Unwetter mit Hagel, Sturm und Orkanböen ist alles möglich. Nur im Nordwesten bleibt es voraussichtlich trocken. Bereits am Donnerstag zog eine Superzelle über den Süden und verursachte Schäden durch Hagel und Wind. Die Niederschlagsmengen können lokal bis zu 50 Liter pro Quadratmeter betragen.

InhaltEs wird ein ungemütlicher Freitag: Nahezu in ganz Deutschland muss mit teils heftigen Gewittern gerechnet werden. Eine Superzelle hatte schon am Donnerstag den Süden des Landes durcheinandergewirbelt. Es dürfte noch einmal laut werden, vielerorts. Und nass, sehr nass sogar. Kräftige Gewitter und schauerartiger Regen werden heute in weiten Teilen Deutschlands erwartet, nur im Nordwesten soll es meist trocken bleiben. Bereits der Morgen beginnt stellenweise mit Schauern und einzelnen Gewittern, wie die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) vorhersagen. Ab Mittag ziehen vom Südwesten und Süden über die Mitte bis in den Nordosten verbreitet Schauer und teils kräftige Gewitter auf. Lokal bestehe Unwettergefahr durch heftigen Starkregen, Hagel und Sturm. Der DWD erwartet teils Unwetter mit 25 bis 40 Litern Niederschlag je Quadratmeter in kurzer Zeit. Örtlich seien auch extreme Unwetter mit Mengen um 50 Liter je Quadratmeter mit Überschwemmungen und vollgelaufenen Kellern nicht ausgeschlossen. Im Süden besteht den Meteorologen zufolge ab dem Nachmittag erneut die Gefahr von großen Hagelkörnern und schweren Sturm- und Orkanböen von 90 bis 120 Kilometer pro Stunde. In der Nacht zum Samstag könnte sich laut DWD das Wetter beruhigen, nur im Süden könnte es noch einzelne Gewitter geben. Schon am Donnerstag waren heftige Gewitter vor allem über Baden-Württemberg gezogen. Der Deutsche Wetterdienst sprach von einer sogenannten Superzelle, die sich am Nachmittag von Echterdingen bei Stuttgart bis nach Ulm geschoben habe. Die Superzelle hatte starke Windböen und bis zu fünf Zentimeter große Hagelsteine mit sich gebracht, wie ein Sprecher sagte. Die Feuerwehr in Ulm berichtete von herabfallenden Ästen und Dachziegeln. Im Norden der Stadt sei ein Baum auf ein fahrendes Auto gekracht, die Insassen konnten sich demnach nicht mehr aus dem Fahrzeug befreien und setzten einen Notruf ab. Ein weiterer Baum sei auf eine Stromleitung gestürzt. Bäume und Äste seien abgebrochen, ebenso seien Dachziegel heruntergefallen. Verletzt wurde niemand. In der Gemeinde Neckartailfingen im Kreis Esslingen ist ein Carport im Unwetter zusammengebrochen und auf vier Fahrzeuge gestürzt. Die Polizei bestätigte den Vorfall und sprach von einem geschätzten Sachschaden von 60.000 bis 70.000 Euro. Auch im Rems-Murr-Kreis und im Ostalbkreis sorgte das Unwetter für Einsätze. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Aalen wurden dort bislang mehr als 40 wetterbedingte Einsätze registriert. Unter anderem stürzte ein Baum auf ein Auto. Ein weiterer umgestürzter Baum beschädigte ein Haus. Außerdem wurden Straßen stellenweise durch angeschwemmten Schmutz verunreinigt. Nach ersten Erkenntnissen scheint es darüber hinaus keine größeren Schäden oder Einsätze gegeben zu haben. Die Polizei wertet die Lage aber noch aus. Wenn Hagel so groß wird wie Tennisbälle: In mehreren Regionen Deutschlands sind riesige Hagelkörner eingeschlagen. Wie solche Eisbrocken im Sommer entstehen und wo das Risiko am höchsten ist. Mehr hier .