Datum16.07.2026 22:15
Quellewww.zeit.de
TLDRNigeria hat fast 1.500 seiner Bürger aus Südafrika ausgeflogen. Grund dafür sind wiederholte fremdenfeindliche Angriffe in Südafrika, die auch zum Tod von Nigerianern geführt haben. Die nigerianische Regierung verurteilt Fremdenfeindlichkeit und Rassismus und drohte mit Maßnahmen, sollten die Attacken andauern. Viele Südafrikaner machen Einwanderer für gesellschaftliche Probleme verantwortlich.
InhaltHunderte Staatsangehörige Nigerias sind auf eigenen Wunsch aus Südafrika ausgeflogen worden. Zuvor habe es wiederholt fremdenfeindliche Angriffe gegeben. Nigeria hat nach einer Reihe fremdenfeindlicher Angriffe fast 1.500 seiner Bürger aus Südafrika geholt. Insgesamt seien 1.490 Menschen auf eigenen Wunsch ausgeflogen worden, teilte das nigerianische Außenministerium mit. Der letzte von fünf Evakuierungsflügen mit 305 Rückkehrern sei am Mittwoch in Lagos gelandet. Trotz enger bilateraler Beziehungen zu Südafrika sei die Haltung Nigerias klar, sagte ein Sprecher: Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt seien inakzeptabel. Zuvor ist es in Südafrika mehrfach zu gewaltsamen Übergriffen auf Ausländer gekommen. Nigeria hatte den Tod von zwei seiner Staatsbürger bekannt gegeben, von denen einer bei einem Polizeiverhör gestorben sein soll. Die nigerianische Regierung drohte daraufhin mit nicht näher benannten Maßnahmen, sollten die Angriffe anhalten. In den vergangenen Monaten hatten selbst ernannte Ordnungshüter wiederholt ausländische Staatsangehörige angegriffen und deren Geschäfte geplündert. Viele Südafrikaner machen Einwanderer für Probleme wie Kriminalität und Arbeitslosigkeit verantwortlich. Auch andere afrikanische Staaten wie Mosambik und Ghana meldeten, dass eigene Staatsangehörige bei den Unruhen getötet wurden.