Harz: Drei Tote bei Sturz von Aussichtsturm

Datum16.07.2026 20:15

Quellewww.spiegel.de

TLDRDrei Menschen sind vom Harzturm in Altenau gestürzt und ums Leben gekommen. Die genauen Umstände des Unglücks sind noch unklar. Der 65 Meter hohe Aussichtsturm, eine relativ neue Touristenattraktion, die mit öffentlichen Mitteln gefördert wurde, bietet verschiedene Attraktionen, darunter eine Rutsche. Rettungskräfte und ein Kriseninterventionsteam sind vor Ort.

InhaltDer Harzturm gilt als der größte seiner Art und soll Touristen in die Region locken. Nun starben drei Menschen, nachdem sie vom Turm stürzten. Viele Details sind noch unklar. Im Harz sind drei Menschen beim Sturz von einem Aussichtsturm gestorben. Für sie kam jede Hilfe zu spät, wie ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte. Wie es zu dem Unglück am Nachmittag kommen konnte, ist noch unklar. Die Touristenattraktion befindet sich im niedersächsischen Altenau im Landkreis Goslar. Zuerst hatte die "Goslarsche Zeitung" über das Thema berichtet. Zahlreiche Rettungskräfte und Polizisten sind derzeit noch vor Ort. Die Feuerwehr wurde gegen 16.45 Uhr alarmiert. Sie sperrte die Einsatzstelle ab und errichtete Sichtschutzwände. Auch das Kriseninterventionsteam des Landkreises ist im Einsatz. Der Harzturm ist ein 65 Meter hoher Aussichtsturm im Oberharz und ein markantes Wahrzeichen in der Region. Nach Betreiberangaben ist er der höchste deutsche Aussichtsturm in Holz-Stahl-Konstruktion. Der rund zehn Millionen Euro teure Bau, den Land und Bund mit etwa 1,4 Millionen Euro förderten, bietet zwei Aussichtsplattformen und einen "Skywalk" mit Glasboden in 45 Meter Höhe. Der Aufstieg ist zu Fuß über Treppen und per Fahrstuhl möglich, hinunter geht es unter anderem über eine 110 Meter lange Rutsche. Im Gebäude befinden sich zudem ein Restaurant und ein Souvenirshop. Die Fertigstellung hatte sich mehrfach verschoben. Nach Angaben der Betreiber wegen der Coronapandemie, des Kriegs gegen die Ukraine und der Energiekrise. Der erste Spatenstich war im Mai 2021, offiziell eingeweiht wurde der Turm am 1. November 2024 durch Niedersachsens damaligen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD). Vollständig nutzbar waren alle Bereiche erst später.