Flughafen Frankfurt: Vier Mitarbeiter mit Malaria infiziert

Datum16.07.2026 17:37

Quellewww.spiegel.de

TLDRAm Frankfurter Flughafen wurden vier Mitarbeiter mit Malaria infiziert, mutmaßlich durch eine im Flugzeug eingeschleppte Mücke. Die Betroffenen arbeiteten unter anderem in der Gepäckabfertigung. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wird ausgeschlossen. Mitarbeiter mit Fiebersymptomen werden aufgefordert, medizinischen Rat einzuholen. Solche Fälle, zuletzt 2023, treten vereinzelt auch an anderen Flughäfen auf.

InhaltDie Betroffenen arbeiteten unter anderem in der Gepächabfertigung: Der Flughafen Frankfurt meldet mehrere Malariainfektionen bei Angestellten. Zur Herkunft der Übertragung gibt es eine Vermutung. Vier Malariafälle am Frankfurter Flughafen sind laut einem Sprecher auf eine im Flieger mitgereiste Mücke zurückzuführen. Trotz Sicherheitsmaßnahmen könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich eine Mücke etwa in der Fracht verstecke, beim Erblicken des Tageslichts zusteche und so die Tropenkrankheit übertrage. Die betroffenen Mitarbeiter hatten unter anderem in der Gepäckabfertigung gearbeitet, vermutlich infizierten sie sich Anfang der Woche. Ob sie sich im Krankenhaus befinden, konnte der Sprecher nicht mitteilen. Laut einer internen Mitteilung des Unternehmens, aus der die "Frankfurter Allgemeine" (FAZ) bereits zuvor zitierte , haben bislang keine Übertragungen von Mensch zu Mensch stattgefunden. Diese treten bei Malaria ohnehin selten auf, da die Krankheit nur durch eine Infektion durch Spenderblut oder Nadelstichverletzungen übertragbar ist. Mitarbeiter seien gebeten worden, bei Fiebersymptomen den Hausarzt aufzusuchen und gegebenenfalls von "Airport-Malaria" zu berichten. Im Zweifel solle eine Infektion mit der Krankheit in einer tropenmedizinischen Einrichtung, etwa dem Frankfurter Uniklinikum, abgeklärt werden. Der letzte Malaria-Fall am Frankfurter Flughafen wurde im Jahr 2023 notiert. Auch an anderen Flughäfen kommt es laut Sprecherangaben immer wieder vereinzelt zu solchen Vorfällen. Laut Experten, die die "FAZ" weiter zitiert, kam es in den vergangenen sieben Jahren zu insgesamt sechs Fällen von Malaria am Frankfurter Flughafen. Keine der Personen sei verreist gewesen, alle hätten am Flughafen gearbeitet. Sämtliche Fälle seien im Sommer aufgetreten. Malaria ist laut früheren Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine lebensbedrohliche Krankheit, wenn sie nicht behandelt wird. Sie wird durch bestimmte Mückenarten auf Menschen übertragen. Milde Symptome sind Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen. Es kann aber auch zu Verwirrtheit, Krampfanfällen und Atembeschwerden führen.