Endstation in der Achterbahn: Höhenretter proben Notfall 35 Meter über dem Boden

Datum16.07.2026 17:25

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Düsseldorfer Höhenretter probten einen Notfall auf einer 35 Meter hohen Achterbahn vor der Rheinkirmes. Die jährliche Übung dient der Vorbereitung auf die Befreiung von Fahrgästen im Ernstfall. Dabei wurden verschiedene Abseiltechniken trainiert. Zwar gab es jüngst keine Einsätze dieser Art auf der Kirmes, die Höhenretter sind jedoch generell für Einsätze in der Höhe einsatzbereit.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Endstation in der Achterbahn“. Lesen Sie jetzt „Höhenretter proben Notfall 35 Meter über dem Boden“. Kurz vor dem Start der Rheinkirmes haben die Höhenretter der Düsseldorfer Feuerwehr ein mögliches Szenario geprobt: Plötzlich steht die Achterbahn still, Passagiere müssen aus schwieriger Lage befreit werden. Einmal im Jahr nutzen die Einsatzkräfte die Möglichkeit, sich für so einen Ernstfall zu wappnen. Trainiert wird allerdings nicht mit echten Fahrgästen, sondern mit Freiwilligen aus den eigenen Reihen. "Das sind besondere Aufbauten, besondere Fahrgeschäfte, die wir sonst nicht zur Verfügung haben", sagte ein Sprecher der Feuerwehr Düsseldorf. In der jüngsten Vergangenheit sei es auf der Rheinkirmes zu keinem wirklichen Einsatz der Höhenretter gekommen. Sonst rückten die Retter allerdings regelmäßig zu anderen Notfällen in der Höhe aus. Eins der fünfköpfigen Teams stehe außerdem rund um die Uhr bereit.  Beim diesjährigen Probeeinsatz auf der Rheinkirmes ging es für die Höhenretter samt Ausrüstung auf rund 35 Meter hinauf. Dort angekommen, verschafften sich die Retter einen Überblick über die Situation: Wie viele Menschen sind betroffen? Wie geht es ihnen? Und wer muss als Erstes nach unten gebracht werden?  Für die Übungspassagiere gab es nur drei Wege zurück auf den Boden: Wer dazu in der Lage war, kletterte durch ein Seil gesichert an der Leiter der Achterbahn nach unten. Je nach Gesundheitszustand konnten Personen sonst auch sitzend oder liegend in einer Trage abgeseilt werden. Die Rheinkirmes gehört mit rund vier Millionen erwarteten Besuchern zu den größten Volksfesten in Deutschland. Veranstalter ist der über 700 Jahre alte St.-Sebastianus-Schützenverein. In diesem Jahr öffnen die zahlreichen Fahrgeschäfte und Festzelte vom 17. bis zum 26. Juli. An den zehn Kirmestagen präsentieren mehr als 300 Schausteller ihre Fahrgeschäfte und Festzelte auf der linken Rheinseite direkt gegenüber der Düsseldorfer Altstadt. © dpa-infocom, dpa:260716-930-395937/1