Marco Rubio: USA wollen internationalen Kampf gegen »linksextremen Terror« stärken

Datum16.07.2026 17:21

Quellewww.zeit.de

TLDRDie US-Regierung, vertreten durch Außenminister Marco Rubio, kündigt eine verstärkte internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung linksextremen Terrors an. Als Beispiel nennt Rubio den Berliner Stromausfall im Januar, für den sich die als linksextremistisch eingestufte "Vulkangruppe" bekannt hat. Die USA wollen Allianzen schmieden, um dieser Bedrohung global entgegenzutreten. Diese Initiative findet vor dem Hintergrund einer teils politisch motivierten Einstufung linksextremer Gruppen durch die Trump-Regierung statt.

InhaltDie US-Regierung will mit internationaler Hilfe Linksextremismus bekämpfen. Außenminister Rubio verweist dabei auf den Berliner Stromausfall im Januar. Die US-Regierung will ihre Bemühungen im Kampf gegen linksextremistischen Terrorismus aus dem Ausland verstärken – und setzt dabei auf eine Partnerschaft mit weiteren Ländern. Bei einem Treffen mit Vertretern nord- und südamerikanischer Staaten verwies US-Außenminister Marco Rubio dabei auf Deutschland: "Sie sind heute hier, weil die Lichter diesen Winter fünf Tage lang in Berlin ausgingen – der längste Stromausfall der Stadt seit dem Zweiten Weltkrieg", sagte Rubio.  Der Außenminister nahm damit Bezug auf den Berliner Stromausfall vom Januar. Damals hatte ein Brandanschlag an einem Kabel die Stromversorgung von 100.000 Menschen für mehrere Tage unterbrochen. Zu der Tag bekannte sich die sogenannte Vulkangruppe. Der Berliner Verfassungsschutz ordnet sie dem gewaltorientierten, anarchistischen Spektrum der linksextremistischen Szene zu.  In den USA wird der Begriff Linksextremismus oder Linksradikalismus von der Trump-Regierung allerdings anders interpretiert und teils als politischer Kampfbegriff genutzt. So bezeichnet der Präsident die oppositionellen Demokraten regelmäßig als "Linksradikale". Zudem erklärte Trump im vergangenen September Antifa-Strukturen in den USA zu Terrororganisationen.  Die rechtliche Grundlage dieses Schritts ist unklar: Diese Einstufung wird in den USA eigentlich nur für ausländische Organisationen vorgenommen. Zudem verfügen US-amerikanische Antifa-Gruppen über keine zentrale Organisationsstruktur, der die Einstufung unmissverständlich zugewiesen werden könne. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.