Tiere: So heißt die neue Luchskatze im Schwarzwald

Datum16.07.2026 15:53

Quellewww.zeit.de

TLDRIm Schwarzwald wurde die 13 Monate alte Luchskatze Luna aus der Slowakei ausgewildert. Dies erhöht die Zahl der bekannten Luchse im Gebiet auf zwölf und unterstützt die Wiederansiedlungsbemühungen Baden-Württembergs. Es gibt zudem Hinweise auf weiteren Luchs-Nachwuchs, möglicherweise von den vor zwei Jahren ausgewilderten Verena und Reinhold. Dieses Projekt, "Luchs Baden-Württemberg", zielt auf die langfristige Vergrößerung der Luchspopulation ab. Luna trägt ein Senderhalsband zur Überwachung.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tiere“. Lesen Sie jetzt „So heißt die neue Luchskatze im Schwarzwald“. Sie ist nur 13 Monate alt und stammt aus der Slowakei: Luchskatze Luna ist im Schwarzwald ausgewildert worden. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen selbstständigen Luchse im Schwarzwald auf zwölf, wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte. Das Land bemüht sich demnach um eine Wiederbesiedlung Baden-Württembergs durch Luchse. Die Hoffnung ist, dass sich die Luchse mit Artgenossen aus dem Schweizer Jura, den Vogesen und dem Pfälzer Wald paaren. Zudem hat es laut Ministerium erneut Luchs-Nachwuchs im Schwarzwald gegeben: So haben mutmaßlich die beiden vor zwei Jahren ausgewilderten Luchse Verena und Reinhold Nachwuchs bekommen. Es seien in einer ehemaligen Wurfhöhle von Luchsin Verena Haare eines Jungtieres nachgewiesen worden, hieß es in der Mitteilung. "Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist der Luchskuder Reinhold der Vater." Erst im Juni hatte das Land bekanntgegeben, dass es zum ersten Mal seit mehr als 200 Jahren bei den wildlebenden Luchsen in Baden-Württemberg Nachwuchs gebe. Damals hatte die gerade erst zwei Jahre alte Luchsin Elisabeth einen Luchs zur Welt gebracht. Als Teil des Projekts "Luchs Baden-Württemberg" werden Luchse ausgewildert, um das kleine Luchsvorkommen im Land langfristig zu vergrößern. Luna ist der sechste Luchs, den das Land ausgewildert hat, wie es in der Mitteilung hieß. Schüler hätten das Tier bei der Auswilderung begleitet und ihm den Namen Luna gegeben. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) wird nun auch überprüfen, wie Luna in der Natur zurechtkommt. So werde die Einrichtung etwa darauf achten, wann der Luchs zum ersten Mal Beute macht. Alle ausgewilderten Luchse haben demnach auch ein Senderhalsband, um Daten zu ihrem Verhalten, den Gebieten, in denen sie sich aufhalten, und ihrer Fortpflanzung zu gewinnen. © dpa-infocom, dpa:260716-930-395344/1