Angriff im Jugendamt: Sozialminister: Beschäftigte in Behörden verdienen Respekt

Datum16.07.2026 15:56

Quellewww.zeit.de

TLDRBrandenburgs Sozialminister René Wilke (SPD) äußerte sich besorgt über einen Angriff auf eine Jugendamtsmitarbeiterin in Finsterwalde, bei dem ein Mann das Büro anzündete. Er prangerte die zunehmende Aggression gegenüber Beschäftigten im öffentlichen Dienst an, die oft unter schwierigen Bedingungen arbeiteten. Wilke betonte, dass diese Mitarbeiter Respekt verdienten und Gewalt inakzeptabel sei. Vier Personen erlitten eine Rauchgasvergiftung.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Angriff im Jugendamt“. Lesen Sie jetzt „Sozialminister: Beschäftigte in Behörden verdienen Respekt“. Brandenburgs Sozialminister René Wilke (SPD) hat mit großer Sorge auf den Angriff auf eine Behörden-Mitarbeiterin in Finsterwalde im Süden Brandenburgs reagiert. Er beklagte, dass Aggressionen gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst in den vergangenen Jahren zugenommen hätten.  "Der ungeheuerliche Vorgang in Finsterwalde sollte uns alle zutiefst beunruhigen. Die Kolleginnen und Kollegen im Öffentlichen Dienst tun oftmals unter schwierigen Bedingungen ihr Bestes, um unserem Gemeinwohl zu dienen und für die Menschen vor Ort da zu sein", sagte Minister Wilke auf Anfrage.  "Wenn Bürgerinnen und Bürger unhöflich oder unverschämt, verbal verletzend und bedrohend auftreten, was in den vergangenen Jahren immer häufiger vorkam, dann hinterlässt das bei den Bearbeiterinnen und Bearbeitern Spuren", erklärte er weiter. "Wenn, wie jetzt, physische Gewalt gegen Personen ausgeübt wird, dann ist ein Punkt erreicht, an dem wir alle einhalten sollten." Wilke sagte, die Beschäftigten der Behörden hätten "mindestens Respekt" verdient, niemals Bedrohung und erst recht keine Gewalt. Ein Mann soll eine Mitarbeiterin des Jugendamts in Finsterwalde bedroht und in ihrem Büro Feuer gelegt haben. Ein 35 Jahre alter Verdächtiger wurde festgenommen. Vier Menschen kamen nach Polizeiangaben mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. © dpa-infocom, dpa:260716-930-395373/1