Datum16.07.2026 15:48
Quellewww.zeit.de
TLDRNeun weibliche Totenkopfaffen sind in den Tierpark Hagenbeck in Hamburg eingezogen. Sie leben nun in einem neu gestalteten, artgerechten Gehege mit Kletter- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Perspektivisch werden sie mit Grünflügelaras und Gürteltieren zusammengeführt, was natürliche Verhaltensweisen fördern soll. Hagenbeck unterstreicht die Bedeutung von Zoos für den Artenschutz, da Totenkopfaffen in Südamerika durch Lebensraumzerstörung und Wildtierhandel bedroht sind.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Hamburger Zoo“. Lesen Sie jetzt „Totenkopfaffen ziehen bei Hagenbecks Tierpark ein“. Bei Hagenbecks Tierpark in Hamburg ist eine weitere Tierart eingezogen. Neun weibliche Totenkopfaffen hätten ein neu gestaltetes Gehege im Dschungel-Revier bezogen, teilte der Tierpark mit. Das Revier sei in den vergangenen Monaten umgebaut und bepflanzt worden. "Unsere Totenkopfaffen erkunden nun erst einmal ihr neues Revier und dürfen sich in aller Ruhe eingewöhnen. Wir beobachten gespannt, wie sie ihre Umgebung Schritt für Schritt entdecken", sagt Reviertierpfleger Mark Hollensen. Das neue Gehege biete den bewegungsfreudigen südamerikanischen Primaten vielfältige Kletter- und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie zahlreiche Rückzugsorte, teilte Hagenbecks Tierpark mit. Die Gestaltung orientiere sich an den natürlichen Bedürfnissen der Tiere und schaffe optimale Voraussetzungen für ihr Wohlbefinden. Perspektivisch sollen die Totenkopfaffen gemeinsam mit den Grünflügelaras und Gürteltieren in einer gemischten Tieranlage leben. Das fördere nach Angaben des Tierparks natürliche Verhaltensweisen, biete "abwechslungsreiche Umweltreize" und ermögliche den Besucherinnen und Besuchern einen authentischen Einblick in die Artenvielfalt südamerikanischer Lebensräume. Der Tierpark Hagenbeck engagiert sich nach eigenen Angaben seit vielen Jahren für den Schutz bedrohter Tierarten und unterstützt verschiedene internationale Artenschutzprojekte. Auch Totenkopfaffen stünden in ihrer Heimat unter zunehmendem Druck. Die Zerstörung ihres Lebensraums sowie der illegale Wildtierhandel gefährdeten viele Populationen in Südamerika. Moderne zoologische Einrichtungen leisteten einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Erhalt bedrohter Arten, so Hagenbeck. © dpa-infocom, dpa:260716-930-395319/1