Flüchtlinge: Bootunfälle mit über 500 Flüchtlingen vor Myanmar befürchtet

Datum16.07.2026 09:22

Quellewww.zeit.de

TLDRZwei UN-Organisationen warnen vor einer möglichen Bootskatastrophe vor Myanmar mit über 500 Flüchtlingen. Es wird vermutet, dass zwei Boote mit überwiegend Rohingya gestartet sind. Ein Boot soll bereits gesunken sein, der Kontakt zu einem zweiten sei abgebrochen. Die Flüchtlinge, darunter auch Personen aus dem Lager Cox's Bazar, suchen verzweifelt nach einer besseren Zukunft. Die UN äußern tiefe Besorgnis über den möglichen Verlust an Menschenleben.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Flüchtlinge“. Lesen Sie jetzt „Bootunfälle mit über 500 Flüchtlingen vor Myanmar befürchtet“. Zwei UN-Organisationen haben wegen einer möglichen Bootskatastrophe in Südostasien mit mehr als 500 Flüchtlingen an Bord Alarm geschlagen. Zwei Boote sollen in den vergangenen Tagen von der Küste Myanmars abgelegt haben. Ein Boot mit rund 250 Menschen an Bord soll nach vorläufigen Berichten am 8. Juli gesunken sein, zu einem zweiten mit etwa 280 Menschen sei kurz nach dem Start der Kontakt abgebrochen, teilten die UN-Organisation für Migration (IOM) und das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) mit.  Die Flüchtlinge seien in Myanmar gestartet, an Bord seien überwiegend Rohingya gewesen, also Angehörige der muslimischen Minderheit, die im mehrheitlich buddhistischen Myanmar seit Jahrzehnten drangsaliert wird. Darunter sollen auch Menschen aus dem riesigen Flüchtlingslager in Cox's Bazar in Bangladesch gewesen sein. Die Menschen sehen dort teils nach Jahren in beengten Verhältnissen keine Zukunftsperspektive mehr.  "Auch wenn die Vorfälle und die Opferzahlen noch nicht offiziell bestätigt wurden, sind das UNHCR und die IOM zutiefst besorgt über den möglicherweise verheerenden Verlust an Menschenleben", teilten die Organisationen mit. © dpa-infocom, dpa:260716-930-392907/1