Fraunhofer-Institut: Studie sieht Wegfall von bis zu 726.000 Jobs in Europas Autoindustrie

Datum16.07.2026 06:29

Quellewww.zeit.de

TLDREine Studie des Fraunhofer-Instituts prognostiziert für Europa bis 2040 den Verlust von bis zu 726.000 Arbeitsplätzen in der Automobilindustrie, betroffen sind 1,6 Millionen Beschäftigte. Ohne Gegenmaßnahmen drohe eine Abhängigkeit von Drittstaaten bei Schlüsseltechnologien. Bereits bis 2030 könnten 375.000 Stellen wegfallen, bis 2035 sogar 660.000. Die Studie analysierte die komplette Wertschöpfungskette der Antriebsfertigung.

InhaltKnapp 730.000 der 1,6 Millionen Beschäftigten in Europas Autoindustrie könnten bis 2040 ihren Job verlieren. Eine Studie warnt vor der "Abhängigkeit von Drittstaaten". Im europäischen Automobilsektor könnten bis zu 726.000 Jobs bis zum Jahr 2040 wegfallen. Das geht aus einer Studie des Fraunhofer-Institutes für Arbeitswirtschaft und Organisation im Auftrag des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall hervor, aus der das Magazin Politico berichtete. "Ohne Maßnahmen droht Europa eine dauerhafte Abhängigkeit von Drittstaaten bei Schlüsseltechnologien", warnen die Experten. Grundlage der Berechnungen waren alle Bereiche der Wertschöpfungsketten, in denen Teile für den Antrieb eines Autos hergestellt werden. Im vergangenen Jahr beschäftigte dieser Branchenzweig der Studie zufolge in Europa rund 1,6 Millionen Menschen, die Wertschöpfung lag bei rund 250 Milliarden Euro. Bereits bis 2030 droht laut Fraunhofer-Institut ein Wegfall von 375.000 Stellen. Bis 2035 könnten europaweit insgesamt 660.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.