Datum16.07.2026 06:01
Quellewww.zeit.de
TLDRPräsident Trump drängt auf schnellere Waffenproduktion wegen globaler Konflikte. Die Nominierung von Todd Blanche zum Justizminister ist nach einer kontroversen Senatsanhörung unsicher. Vizepräsident Vance räumt Fehler im Umgang mit den Epstein-Akten ein. Die New York Times wehrt sich gegen Vorladungen ihrer Journalisten wegen Berichterstattung über Trumps Präsidentenmaschine. Das Pentagon plant jährliche Testosteronkontrollen für Soldaten ab 30.
InhaltDer US-Präsident fordert mehr Tempo bei der Rüstungsproduktion. JD Vance kritisiert den Umgang mit den Epstein-Akten. Der US-Überblick am Morgen US-Präsident Donald Trump hat führende Rüstungsmanager aufgefordert, die Waffenproduktion zu beschleunigen und die Fertigungskapazitäten zu erweitern. Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten belasteten die US-Bestände und zeigten Engpässe in der industriellen Basis des Landes auf. "Wir haben die beste Qualität der Welt, aber wir brauchen etwas mehr Geschwindigkeit", sagte Trump auf einem Verteidigungs- und Innovationsgipfel. Der Auftritt Trumps unterstreicht den verstärkten Fokus seiner Regierung auf die Rüstungsproduktion. Anhaltende Konflikte haben große Mengen an Raketen und anderen Waffen verbraucht und damit die Grenzen der militärischen Lieferketten und Produktionskapazitäten der USA aufgezeigt. Die Bestätigung des von Donald Trump für das Amt des Justizministers nominierten Todd Blanche ist nach einer kontroversen Anhörung im Senat unsicher. Blanche sagte vor dem Justizausschuss des US-Senats aus und wurde dabei nicht nur von Demokraten, sondern auch von Republikanern scharf angegangen. Der Ausschuss muss der Nominierung zustimmen, bevor der gesamte Senat darüber befinden kann. Eine einzige republikanische Gegenstimme in dem mit Senatoren aus beiden Parteien besetzten Ausschuss würde eine Bestätigung von Trumps Wunschkandidaten Blanche verhindern. Mehr zu der Anhörung lesen Sie hier. Der Vizepräsident der USA, JD Vance, hat den Umgang seiner Regierung mit den Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein kritisiert. "Wenn die Leute sagen wollen, wir hätten die Epstein-Veröffentlichung falsch gehandhabt: schuldig", sagte er im Podcast des US-Entertainers Joe Rogan. Die Kommunikation darüber habe die US-Regierung "komplett vermasselt". "Aber glaube ich, dass wir es vermasselt haben, weil wir versucht haben, etwas zu verbergen? Nein", sagte Vance in The Joe Rogan Experience. Mehr zu den Äußerungen des US-Vizepräsidenten lesen Sie hier. Die New York Times setzt sich gegen Vorladungen mehrerer ihrer Journalisten zur Wehr. Sie seien "missbräuchlich und unzulässig" und "in böser Absicht erwirkt worden, um die Times für ihre Berichterstattung abzustrafen", sagte der Anwalt der Redaktion, David McCraw, laut Mitteilung. Die Zeitung habe deshalb vor Gericht beantragt, die Vorladungen aufzuheben. Nach Angaben der New York Times hatten vergangene Woche mehrere ihrer Journalisten Vorladungen der Bundesstaatsanwaltschaft in Manhattan erhalten, nachdem sie über angebliche Sicherheitsbedenken bei der neuen Präsidentenmaschine von Donald Trump berichtet hatten. Die Reporter sollen demnach vor einer Grand Jury aussagen. Das US-Verteidigungsministerium will ein Programm zur Überprüfung des Testosteronspiegels bei Soldaten starten. Dies sei notwendig, damit die Truppen "ihr absolutes Bestes leisten" könnten, teilte Verteidigungsminister Pete Hegseth mit. Die Untersuchungen sollen künftig jährlich im Rahmen der vorgeschriebenen Gesundheitschecks für Soldaten ab 30 Jahren stattfinden. Jüngere Militärangehörige können sich freiwillig testen lassen. In einem in den sozialen Medien veröffentlichten Video sagte Hegseth zudem, eine Testosteronersatztherapie sei freiwillig. Zwar spricht er allgemein von Soldaten, offenbar richtet sich das Programm jedoch ausschließlich an männliche Militärangehörige mit möglichen Hormonstörungen.