Internet: Riccardo Simonetti wird unfreiwillig zur KI-Werbefigur

Datum16.07.2026 05:12

Quellewww.zeit.de

TLDRRiccardo Simonetti ist unfreiwillig zur Werbefigur einer KI-Fälschung geworden. Er kritisiert die zunehmende Gleichförmigkeit sozialer Medien, bei der Algorithmen nur noch Inhalte ausspielen, die populären Trends folgen. Dies führe dazu, dass Nutzer Kopien anderer werden und sich in Echokammern wiederfinden. Auch Palina Rojinski warnt vor der Gefahr verengter Sichtweisen durch Algorithmen und fordert Regulierungen für das Internet.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Internet“. Lesen Sie jetzt „Riccardo Simonetti wird unfreiwillig zur KI-Werbefigur“. Riccardo Simonetti ist unfreiwillig zur Werbefigur geworden - als täuschend echte KI-Fälschung. "Ich sitze in meinem Wohnzimmer und habe so ein Produkt beworben und das war einfach eins zu eins AI-Fake", sagt der Moderator und Autor im dpa-Interview. "Es sah wirklich so aus, dass ganz viele Menschen das geglaubt haben." Der 33-Jährige beklagt die Veränderung der sozialen Medien. Konnten Nutzer etwa die Plattform "Myspace" noch individualisieren, sei es mittlerweile so, dass alle dieselben Trends mitmachten. "Deine Videos werden nur noch ausgespielt, wenn du dieselbe Musik benutzt, dieselben Reels machst wie jeder andere", sagt der Moderator. "Algorithmen sehen dich nur, wenn du das machst, was alle machen. Jeder versucht nur noch 'ne Kopie von jemand anderem zu sein." Simonetti bringt bald einen neuen Videopodcast heraus, gemeinsam mit Palina Rojinski. Die erste Folge des Spotify-Formats "Saus & Applaus" erscheint am Freitag (17. Juli). "Ich finde auch, dass Algorithmen einfach auch sehr gefährlich sind", sagt Rojinski. Sie könnten dazu beitragen, dass sich Sichtweisen verengen. Wer ein- oder zweimal Videos zu einem bestimmten Thema anschaue, bekomme anschließend nur noch Inhalte präsentiert, die dieselbe Perspektive widerspiegelten. Sie glaubt, es sei leicht, in Fallen zu geraten und "wirklich nicht gut recherchierte Videos als bare Münze zu nehmen". Ihrer Ansicht nach bräuchte es Regulierungen. © dpa-infocom, dpa:260716-930-392005/1