Epstein-Files: Vance räumt Fehler im Umgang mit Epstein-Akten ein

Datum16.07.2026 01:00

Quellewww.zeit.de

TLDRVizepräsident JD Vance kritisiert den Umgang seiner Regierung mit den Epstein-Akten als "komplett vermasselt", betont aber, dass keine Vertuschung beabsichtigt war. Er räumt Fehler in der Kommunikation ein und nennt als Beispiel eine übertriebene Aussage der damaligen Justizministerin Pam Bondi bezüglich einer Kundenliste. Die Veröffentlichung der Akten ist Teil des wieder aufgeflammten Skandals um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, der 2019 starb.

InhaltDer US-Vizepräsident übt Kritik daran, wie seine Regierung die Veröffentlichung der Epstein-Akten gehandhabt hat. Die Kommunikation sei "total vermasselt" worden. Der Vizepräsident der USA, JD Vance, hat den Umgang seiner Regierung mit den Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein kritisiert. "Wenn die Leute sagen wollen, wir hätten die Epstein-Veröffentlichung falsch gehandhabt: schuldig", sagte er im Podcast des US-Entertainers Joe Rogan. Die Kommunikation darüber habe die US-Regierung "komplett vermasselt". "Aber glaube ich, dass wir es vermasselt haben, weil wir versucht haben, etwas zu verbergen? Nein", sagte Vance in The Joe Rogan Experience. Das Hauptproblem seien Falschbehauptungen gewesen. Vance nannte unter anderem eine viel beachtete Äußerung der damaligen Justizministerin Pam Bondi, die gesagt hatte, eine Kundenliste des Sexualstraftäters liege bei ihr auf dem Tisch. Sie habe ohne böse Absicht "übertrieben dargestellt, was wir hatten und was wir nicht hatten", sagte Vance. US-Präsident Donald Trump hatte Bondi Anfang April entlassen. Der US-amerikanische Multimillionär und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hatte einen Missbrauchsring betrieben, dem junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Epstein pflegte Kontakte zu zahlreichen Prominenten der USA und vieler anderer Länder – auch zu Trump. Er starb 2019 in seiner Gefängniszelle. Laut Gerichtsmedizin beging Epstein Suizid. Der Skandal ist mit der Veröffentlichung der Ermittlungsakten wieder in die Schlagzeilen geraten. Die US-Regierung versucht, ihn möglichst weit von Trump fernzuhalten. Die per Gesetz geforderte Veröffentlichung der Ermittlungsakten fiel in Bondis Zuständigkeit. Kritiker prangerten etwa an, die geschwärzten Stellen in den Akten schützten nicht nur Opfer, sondern auch mutmaßliche Mittäter.