Ukraine: Verteidigungsminister Fedorow tritt zurück

Datum15.07.2026 21:40

Quellewww.spiegel.de

TLDRDer ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow ist nach sechs Monaten im Amt zurückgetreten. Dies geschieht im Rahmen einer größeren Regierungsumbildung durch Präsident Selenskyj, der dies mit neuen Herausforderungen begründete. Fedorow listete sowohl Erfolge als auch Misserfolge seines Ministeriums auf. Es gibt Spekulationen im Parlament, dass Innenminister Ihor Klymenko sein Nachfolger werden könnte. Kabinettsumbildungen bedürfen der parlamentarischen Zustimmung.

InhaltDer ukrainische Präsident Selenskyj baut sein Kabinett um, nun muss auch sein beliebter Verteidigungsminister gehen. Mychailo Fedorow hat seinen Rücktritt erklärt – nach nur sechs Monaten im Amt. Der ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow hat seinen Rücktritt erklärt. "Es war eine große Ehre, dem ukrainischen Volk als Verteidigungsminister zu dienen", teilte Fedorow am Mittwochabend im Onlinedienst Telegram mit. Am Sonntag hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Regierungsumbildung verkündet, die unter anderem den Rücktritt der ukrainischen Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko beinhaltete. In einer langen Stellungnahme auf Telegram zählte Fedorow die Erfolge seines Ministeriums auf, dessen Leitung er im Januar übernommen hatte. In einer zweiten, kürzeren Stellungnahme legte er seine Misserfolge dar. Selenskyj hatte die Regierungsumbildung mit "neuen Herausforderungen und neuen Aufgaben" gerechtfertigt. Der ukrainische Staatschef kündigte an, auch die Chefs einiger Strafverfolgungsbehörden austauschen zu wollen. Namen nannte er nicht. In Parlamentskreisen hieß es nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters, Innenminister Ihor Klymenko könnte neuer Verteidigungsminister werden. Mehrere Abgeordnete hätten dies berichtet. Umbildungen des Kabinetts bedürfen der Zustimmung des Parlaments. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 haben sich die Abgeordneten allerdings meist weitgehend hinter den Präsidenten gestellt.