Datum15.07.2026 17:26
Quellewww.spiegel.de
TLDRIn Halstenbek suchten Einsatzkräfte stundenlang nach einer angeblichen Giftschlange, ausgelöst durch ein verschwommenes Foto eines Zeugen. Zunächst vermutete man eine Kobra, woraufhin ein größeres Areal abgesperrt und per Drohne durchsucht wurde. Nach Überprüfung des Bildes stellte sich heraus, dass es sich um eine von KI generierte Fälschung handelte. Möglicherweise war ein Jugendlicher für den Streich verantwortlich. Die Suchaktion wurde eingestellt, und die Staatsanwaltschaft prüft mögliche rechtliche Folgen.
InhaltStundenlang haben Dutzende Einsatzkräfte an der Hamburger Stadtgrenze nach einer Kobra gesucht. Doch das Tier existiert gar nicht. Große Aufregung in Halstenbek: Polizei und Feuerwehr haben in der Gemeinde vor den Toren Hamburgs stundenlang nach einer vermeintlichen Giftschlange gesucht. Auslöser war laut Polizei die Meldung eines Augenzeugen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um den Mitarbeiter einer örtlichen Baumschule. Dieser soll den Polizisten auch ein verschwommenes Foto der angeblichen Schlange gezeigt haben. Den Angaben nach vermuteten die Einsatzkräfte zunächst, dass es sich bei dem Tier um eine giftige Kobra handelt. Daraufhin wurde zunächst der angebliche Ort der Sichtung in der Straße "Am Redder" abgesperrt. Anschließend rückten mehrere Drohneneinheiten verschiedener Feuerwehren an, insgesamt knapp 30 Personen. Das betroffene Gebiet wurde aus der Luft systematisch abgesucht, parallel dazu gaben die Behörden eine Warnung an die Bevölkerung im Bereich Halstenbek heraus. Wie der NDR berichtet, bestätigte unterdessen ein Hamburger Schlangenexperte der Polizei, dass auf dem Foto eine Kobra zu sehen sei. Die Polizei befragte daraufhin die registrierten Schlangenhalter in der Region – ohne Ergebnis. Derweil überprüfte die Polizei selbst das Bild auf Echtheit und befragte den Schlangenmelder nach Hintergründen zu dem vermeintlichen Fund. Dabei stellte sich das vermeintliche Beweisbild als mit KI-generierter Fake heraus, wie die Polizei bestätigte. Nach Informationen des NDR soll womöglich ein Jugendlicher versucht haben, seinem Vater mit dem verschwommenen Foto einen Streich zu spielen. Die eingeleiteten Suchmaßnahmen wurden daraufhin gegen 13.30 Uhr beendet, die Warnung an die Bevölkerung zurückgenommen. Die Staatsanwaltschaft prüft den Berichten zufolge nun, ob das gefälschte Bild rechtliche Konsequenzen nach sich zieht. Wie erkennt man eigentlich, dass ein Bild mittels einer KI erstellt oder manipuliert wurde? SPIEGEL-Mitarbeitende erklären es hier am Beispiel Jeffrey Epstein.