Autozulieferer in der Krise: Zukunft von Autozulieferer-Standort Magdeburg weiter offen

Datum15.07.2026 16:25

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Zukunft des Autozulieferers Weber am Standort Magdeburg ist ungewiss, da die Suche nach einem Investor andauert. Der Hauptkunde Porsche zieht seine Aufträge zum 30. September ab, was zu einem drohenden Insolvenzverfahren und Arbeitsplatzverlusten für die 140 Mitarbeiter führt. Während für vier andere Standorte Verkaufsverhandlungen kurz vor dem Abschluss stehen, sucht Weber weiter nach Investoren, auch aus der Rüstungsindustrie. Als Gründe für die Krise nennt das Unternehmen rückläufige Aufträge und Margendruck aufgrund des Branchenwandels.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Autozulieferer in der Krise“. Lesen Sie jetzt „Zukunft von Autozulieferer-Standort Magdeburg weiter offen“. Für den krisengeplagten Autozulieferer Weber ist die Zukunft des Standorts Magdeburg ungewiss. Wie die Albert Weber Gruppe mitteilte, läuft für das Werk weiter die Suche nach einem Investor. Für vier andere Standorte der Unternehmensgruppe stünden die Verkaufsverhandlungen dagegen kurz vor dem Abschluss. IG Metall warnt vor Verlust von Arbeitsplätzen Am Standort Magdeburg arbeiten laut IG Metall rund 140 Beschäftigte. Ihnen wurde nach Angaben der Gewerkschaft von Anfang Juli mitgeteilt, dass der Hauptkunde Porsche seine Aufträge zum 30. September vollständig abziehen will. Zudem solle zum 1. Oktober ein Insolvenzverfahren eingeleitet werden. Die IG Metall sprach von einer existenziellen Bedrohung der Arbeitsplätze. Unternehmen sucht weiter Investoren Das Unternehmen geht auf diese Angaben in seiner Mitteilung nicht ein. Es erklärt lediglich, für die Standorte Magdeburg, Markdorf und Neuenbürg liefen weiter Gespräche mit potenziellen Investoren und Hauptkunden. Neben Interessenten aus der Autoindustrie und Finanzinvestoren würden auch Unternehmen aus der Rüstungsindustrie angesprochen. Wegen der unsicheren Zukunft der drei Standorte seien Kunden gezwungen, neue Versorgungsstränge in Anspruch zu nehmen. Vier Standorte vor Verkauf Für die Standorte Plauen, Weinstadt, Roding und Saarbrücken seien die Verkaufsverhandlungen weit fortgeschritten. An drei Standorten stünden Vertragsunterzeichnungen kurz bevor. Die Albert Weber Gruppe befindet sich nach eigenen Angaben seit Ende 2024 in einer Restrukturierung. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem rückläufige Abrufmengen, hohen Kosten- und Margendruck sowie den Wandel der Autoindustrie. © dpa-infocom, dpa:260715-930-390055/1