Datum15.07.2026 16:14
Quellewww.spiegel.de
TLDREin ICE auf dem Weg nach Berlin musste in Hamburg-Bergedorf außerplanmäßig stoppen, weil das Toilettenpapier an Bord aufgebraucht war. Der Zugchef kaufte Nachschub in einem Supermarkt. Grund für den Engpass war offenbar eine nicht erfolgte Vorratsprüfung aufgrund von Personalausfällen. Die Deutsche Bahn kündigte an, zukünftig häufiger stichprobenartig Kontrollen durchzuführen. Der Vorfall trug zur Verspätung des Zuges bei.
InhaltICE 2075 ist unterwegs von Sylt in Richtung Berlin, als es an Bord einen Notfall gibt: Das Toilettenpapier ist alle. Der Zugchef reagiert pragmatisch. Über die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn wird immer wieder geschimpft. Auch ICE 2075 hatte bei seiner Ankunft in Berlin am vergangenen Samstag rund eine Dreiviertelstunde Verspätung. Ein Teil davon geht womöglich auf das Konto des zuständigen Zugchefs: Er stoppte die Fahrt außerplanmäßig in Hamburg-Bergedorf, um einzukaufen. Zuvor war an Bord das Klopapier zur Neige gegangen. Bevor es zu hässlichen Szenen kam, ließ der Bahnmann den ICE anhalten. Er sprintete, so zeigt es ein auf Instagram veröffentlichtes Video, in einen nahe gelegenen Supermarkt und kehrte mit drei Packungen der begehrten Ware zurück zu seinem Zug. Die Bahn bestätigte den Zwischenfall auf Nachfrage. Nach ihren Angaben war es an Bord zum Toilettenpapier-Notstand gekommen, weil die Vorräte wegen eines kurzfristigen Personalausfalls nicht überprüft worden waren. Die Bahn wolle künftig häufiger stichprobenartig die Vorräte kontrollieren, sagte eine Sprecherin. Der Zug war zuvor in Westerland auf Sylt gestartet und endete in Berlin-Gesundbrunnen. Ein Fahrgast eines anderen ICEs kämpfte vor einiger Zeit ebenfalls mit den Folgen falscher Ressourcenplanung für die Bordtoiletten. Für ihn ein Grund, den Notruf zu betätigen. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.