Datum15.07.2026 11:14
Quellewww.zeit.de
TLDRKI ermöglicht Betrugsmaschen wie Stimmenklonen und Deepfakes, die Täter für Erpressung, Phishing und falsche Anlageberatung nutzen. Landespolizei und Verbraucherzentralen warnen davor. Um sich zu schützen, rät man, ruhig zu bleiben, keine Daten preiszugeben und Notfallkennwörter zu verwenden. Die Polizei entwickelt KI-Detektoren zur Bekämpfung.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „KI-Betrug“. Lesen Sie jetzt „Betrugsmaschen werden mit KI noch glaubwürdiger“. Anrufe mit geklonter Stimme, Deepfake-Videos und täuschend echte Phishing-Nachrichten: Das Landeskriminalamt (LKA) und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnen vor KI-gestützten Betrugsmaschen. Künstliche Intelligenz (KI) helfe klassische Betrugsformen noch glaubwürdiger zu machen, teilten das LKA und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz mit. Durch verschiedene Anwendungen werden Stimmen, Bilder und Videos täuschend echt und helfen den Tätern, an Geld oder sensible Daten ihrer Opfer zu kommen. Die typischen Betrugsmaschen reichen über künstliche Identitäten auf Datingplattformen, Erpressung vor allem junger Menschen mit manipulierten Nacktbildern bis hin zu Phishing-Mails und angeblichen Anrufen eines Angehörigen in einer Notlage. Mit KI können die Betrüger durch kurze Sprachnachrichten Stimmen nachahmen oder durch Deepfake-Videos bekannter Personen für eine sichere Geldanlage werben. Ein Notfallkennwort in der Familie kann vor Betrug schützen Gegen die Betrugsmaschen helfe es zunächst ruhig zu bleiben und sich nicht unter Druck setzen zu lassen, auch wenn eine vertraut klingende Stimme am Telefon ist, so heißt es in der Mitteilung. Im Zweifel ist es ratsam, das Gespräch zu beenden und die Person selbst über eine bekannte Nummer zu kontaktieren. Sensible Daten, Passwörter oder Zugangsdaten sollten nicht weitergegeben werden. Geld sollte nur überwiesen werden, wenn die Angaben unabhängig überprüft werden konnten. Um Notfälle in der Familie schnell erkennen zu können, könnte man ein Kennwort vereinbaren, raten LKA und Verbraucherzentrale. Persönliche Informationen, Fotos, Videos und Sprachaufnahmen sollte man in sozialen Medien nur sparsam teilen. Im Betrugsverdacht kann bei der Polizei Anzeige erstattet werden. Die Polizei erprobt gerade selbst einen KI-basierten "Deepfake Detector", der bei der Analyse von künstlich erstellten Bildinhalten helfen soll, um die digitalen Ermittlungsfähigkeiten zu verbessern. © dpa-infocom, dpa:260715-930-387761/1