Datum15.07.2026 11:15
Quellewww.spiegel.de
TLDRBei einer deutsch-niederländischen Razzia wurden mehrere Verdächtige festgenommen, die mutmaßlich Amphetamin-Labore betrieben und große Mengen Grundstoffe beschafften. Hunderte Einsatzkräfte durchsuchten zehn Objekte in NRW und drei in den Niederlanden. Mehrere Haftbefehle wurden vollstreckt. Neben Wohnungen wurden auch Lagerhallen als Produktionsstätten untersucht. Es wurden Beweismittel, darunter Chemikalien und eine scharfe Pistole, sichergestellt. Europol, das LKA und das BKA waren an der Operation beteiligt.
InhaltHunderte Einsatzkräfte haben Wohnungen und Lagerhallen in Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden durchsucht. Die Ermittler fassten dabei mehrere mutmaßliche Betreiber von Drogenlaboren. Bei einer deutsch-niederländischen Razzia gegen Drogenlabore hat die Polizei mehrere Verdächtige festgenommen. Hunderte Einsatzkräfte, darunter auch Spezialeinheiten, hätten am Mittwochmorgen zehn Objekte in Nordrhein-Westfalen und drei in den Niederlanden durchsucht, teilte die Ermittler mit . Drei mit Haftbefehl gesuchte Verdächtige wurden in NRW und den Niederlanden festgenommen und darüber hinaus noch mehrere weitere, die vor Ort angetroffen wurden, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Ermittlungen richten sich den Angaben zufolge gegen neun deutsche und niederländische Verdächtige. Ihnen wird vorgeworfen, seit vergangenem Jahr Grundstoffe für die illegale Herstellung von Amphetamin im Tonnenbereich beschafft und mehrere Amphetamin-Labore betrieben zu haben. Durchsucht wurden demnach neben Wohnungen, etwa in Erkelenz, auch mutmaßliche Produktionsstätten, darunter zwei Lagerhallen in Kaldenkirchen und Niederkrüchten im Kreis Viersen. Dort sei auch eine scharfe Pistole entdeckt worden, hieß es. Wegen der Chemikalien seien die Feuerwehr und Spezialisten des Landeskriminalamts hinzugezogen worden, so die Ermittler. Die Einsatzkräfte hätten umfangreiche Beweismittel sichergestellt, darunter auch die mutmaßlich zur Drogenproduktion genutzten Stoffe. An den Maßnahmen der Ermittlungskommission "Awari" seien Europol, Landeskriminalamt und Bundeskriminalamt beteiligt gewesen.