Niedrigwasserinformationssystem: Bund startet Informationssystem für Niedrigwasser

Datum15.07.2026 11:02

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Bundesregierung hat das Niedrigwasserinformationssystem (NIWIS) gestartet, um einen bundesweit einheitlichen Überblick über Wasserstände in Flüssen und Grundwasser zu ermöglichen. Angesichts zunehmender Trockenheit und des Verlusts von 60 Milliarden Kubikmetern Wasser in Deutschland dient NIWIS der verbesserten Vorsorge. Es soll Ländern, Kommunen und der Wasserwirtschaft helfen, frühzeitig auf Wasserknappheit zu reagieren und erhebliche Folgekosten von bis zu 25 Milliarden Euro jährlich bis 2050 zu vermeiden.

InhaltDie Bundesregierung hat ein Informationssystem für Niedrigwasser vorgestellt. So soll ein Überblick über Wasserstände möglich und die Vorsorge verbessert werden. Vor dem Hintergrund zunehmender Trockenheit in Deutschland hat die ​Bundesregierung ein bundesweit einheitliches Informationssystem für Niedrigwasser gestartet. Die neue Plattform hat den Namen NIWIS (Niedrigwasserinformationssystem) und soll einen Überblick über die aktuelle Lage bei Flüssen und Grundwasser geben. So soll sie zur Verbesserung der Vorsorge beitragen. "Wir ​haben in Deutschland in den letzten 25 Jahren 60 Milliarden Kubikmeter Wasser verloren", sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD). ‌Wasserknappheit müsse daher ⁠früher erkannt werden. Mit NIWIS werde ​eine Grundlage geschaffen, damit Länder, Kommunen und die Wasserwirtschaft rechtzeitig handeln könnten. "Die Folgekosten von Wasserknappheit sind erheblich", sagte der Bundesumweltminister. Er verwies auf Studien, ​wonach bis 2050 ohne Gegenmaßnahmen volkswirtschaftliche Schäden von 625 Milliarden Euro oder rund 25 Milliarden Euro jährlich entstünden. Darin eingerechnet seien Ernteausfälle, steigende Wasserpreise und unterbrochene Lieferketten bei Niedrigwasser. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.