Datum15.07.2026 07:57
Quellewww.zeit.de
TLDRCDU-Spitzenkandidat Stefan Evers betrachtet die bevorstehende Wahl als Abstimmung über die Randbebauung des Tempelhofer Felds. Er argumentiert, dass die Wohnungsnot heute größer sei als 2014, als ein Volksentscheid die Bebauung ablehnte. Evers schlägt vor, 50.000 Menschen am Rand des Feldes anzusiedeln, ohne die Kernfläche zu bebauen. Die Grünen und die Linken lehnen eine Bebauung weiterhin ab.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tempelhofer Feld“. Lesen Sie jetzt „Evers sieht Wahl als Abstimmung über Randbebauung“. Der neue CDU-Spitzenkandidat, Stefan Evers, sieht die Abgeordnetenhauswahl im September auch als Abstimmung über die seit Jahren diskutierte Randbebauung des Tempelhofer Felds. "Der Volksentscheid liegt zwölf Jahre zurück, damals war die Not lange nicht so groß wie heute", sagte Evers dem "Tagesspiegel." "Das kann ich doch nicht ignorieren. Außerdem stehen wir kurz vor einer Wahl. Eine größere Volksentscheidung gibt es nicht." 2014 hatte sich eine Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner bei einem Volksentscheid gegen eine Bebauung der Fläche ausgesprochen. Auch deshalb sind die Grünen und die Linke gegen eine Randbebauung der größten unbebauten Freifläche inmitten der dicht besiedelten Stadt. 50.000 Menschen könnten am Rand des Feldes ein neues Zuhause finden, ohne, dass dafür das 200 Hektar große grüne Herz der Fläche angetastet werden müsse, betonte Evers. "Die Menschen spüren doch, dass die Wohnungsnot ein Problem ist, das uns alle betrifft", sagte der Spitzenkandidat. Evers soll die CDU in die Abgeordnetenhauswahl im September führen. Vergangene Woche hatte der vorherige Spitzenkandidat der Partei, der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, seinen Rückzug angekündigt. Grüne waren seine widersprüchlichen und falschen Aussagen zum eigenen Krisenmanagement während des Stromausfalls im Januar. © dpa-infocom, dpa:260715-930-386702/1