Datum15.07.2026 03:43
Quellewww.zeit.de
TLDRDie USA haben iranische Häfen blockiert und greifen Ziele im Iran an, was zu Gegenmaßnahmen seitens des Irans führt. US-Präsident Trump droht mit der Zerstörung von ziviler Infrastruktur, sollte der Iran nicht verhandeln. Iranische Staatsmedien berichten von Luftalarm in der Nähe von Buschehr. Die Spannungen eskalieren weiter.
InhaltDie USA blockieren iranische Häfen und greifen Ziele im Iran an. Sollte der Iran sich nicht zurückhalten, werde man "Brücken" beschießen, sagt Donald Trump. Die Nacht Die USA haben in der Nacht mit der erneuten Seeblockade iranischer Häfen begonnen und am vierten Tag in Folge mehrere Ziele im Iran angegriffen. Derzeit seien über 20 Kriegsschiffe der Marine und Hunderte Militärflugzeuge im gesamten Nahen Osten im Einsatz, um auf Angriffe des Iran zu antworten sowie die Straße von Hormus zu kontrollieren, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Nach US-Angaben hat der Iran mindestens sieben Schiffe in den letzten Tagen angegriffen. Laut iranischen Medienberichten wurden in der Nacht die Insel Hengam in der Straße von Hormus, die Kleinstadt Bampur im Südiran sowie die Küstenstadt Chabahar von den USA angegriffen. Offizielle iranische Stellen dementierten die Angriffe auf Chabahar. Die halb offizielle Nachrichtenagentur Mehr berichtete zudem von Luftalarm in der Gegend des Atomkraftwerkes in der Nähe der Stadt Buschehr am Persischen Golf. US-Präsident Donald Trump hat sich unterdessen unzufrieden mit dem Iran gezeigt. Die Kämpfe würden weitergehen, "bis ich sage, dass es genug ist", sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. In der kommenden Woche würden "alle Kraftwerke und Brücken" zerstört, es sei denn, der Iran komme "an den Verhandlungstisch", sagte Trump. Demnach soll es am Dienstag bereits Gespräche zwischen Vertretern des Iran und der USA gegeben haben. Die iranische Revolutionsgarde hat mit einer Blockade sämtlicher Energieexporte aus der Region gedroht. Solange die "bösartigen Handlungen" der USA andauerten, werde "kein einziger Tropfen Öl und Gas" aus der Region exportiert werden, teilten iranische Staatsmedien mit. Die "Aggressionen" der USA würden die Wiedereröffnung der Straße von Hormus verzögern. Die jüngsten Angriffe auf US-Einrichtungen in der Golfregion sind nach iranischer Darstellung lediglich Reaktionen auf US-Angriffe auf den Iran. Kuwait hat in der Nacht erneute Angriffe aus dem Iran gemeldet. Die Flugabwehr sei wegen Drohnenattacken aktiviert worden, teilte die Armee des mit den Vereinigten Staaten verbündeten Landes mit. Auch im ebenfalls mit den USA verbündeten Golfstaat Bahrain heulten wieder Alarmsirenen. In beiden Ländern wurde die Bevölkerung aufgerufen, Schutz zu suchen. Nähere Details gab es zunächst nicht. Das US-Militär unterhält in beiden Ländern und auch anderen arabischen Staaten der Region Militärstützpunkte. Verfolgen Sie alle Entwicklungen in unserem Liveblog.