Datum15.07.2026 01:22
Quellewww.zeit.de
TLDRDas US-Militär hat wegen des eskalierenden Konflikts mit dem Iran die Blockade iranischer Häfen und Küstengebiete in der Straße von Hormus wieder aufgenommen. Über 20 Kriegsschiffe und Hunderte Flugzeuge sind im Einsatz, um Schiffsverkehr zu unterbinden. Diese Maßnahme, die bereits im Irankrieg existierte und im Juni aufgehoben wurde, zielt auf die Kontrolle der strategisch wichtigen Meerenge ab. Die Wiederaufnahme erfolgt nach stockenden Atomgesprächen und gegenseitigen Angriffen, die zu einer Verschärfung der Spannungen geführt haben. Die Dauer der Blockade ist unklar.
InhaltDie von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade ist wieder in Kraft. Mehr als 20 US-Kriegsschiffe sind nach Militärangaben an der Mission beteiligt. Das US-Militär hat mit der erneuten Blockade iranischer Häfen und Küstengebiete begonnen. Die Seeblockade ist in der Nacht wieder aufgenommen worden, wie das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) mitteilte. Schiffe sollen fortan wieder daran gehindert, iranische Häfen oder Küstengebiete anzusteuern oder von dort wegzufahren. "Derzeit sind mehr als 20 Kriegsschiffe der US-Marine und Hunderte Militärflugzeuge im gesamten Nahen Osten im Einsatz", teilte Centcom mit. Wie lange die US-Blockade andauern wird, ist nicht bekannt. Zugleich begann das US-Militär erneute Angriffe auf den Iran. US-Präsident Donald Trump hatte die Wiederaufnahme am Montag angekündigt und in Aussicht gestellt, dass anderen Ländern ein "fairer und offener" Zugang zur Straße von Hormus möglich sein soll. Zunächst hatte Trump auch mitgeteilt, die USA wollten für den Schutz von Schiffen bei der Fahrt durch die Straße von Hormus künftig eine Gebühr erheben. Später ruderte er zurück und teilte mit, statt der Gebühren werde es Handels- und Investitionsabkommen mit den Golfstaaten geben. Die USA hatten während des Irankriegs bereits ab Mitte April eine solche Seeblockade durchgesetzt, diese im Zuge des Rahmenabkommens mit dem Iran dann im Juni aber zunächst aufgehoben. Dadurch sollte der Schiffsverkehr durch die für den Ölhandel wichtige Meerenge anlaufen. Die Vereinbarung sollte darüber hinaus zu einer dauerhaften Beendigung des Krieges führen und sah eine Frist von 60 Tagen vor, um die Details auszuhandeln. Dazu gehörte auch eine Einigung über das iranische Atomprogramm. Doch die Gespräche sind ins Stocken geraten und der Konflikt um die Meerenge hatte sich zuletzt weiter verschärft. Der Iran griff Schiffe in der Straße von Hormus an, die nicht entlang der vom Regime in Teheran genehmigten Routen fuhren. Die USA attackierten daraufhin wieder Ziele im Iran, der in der Folge seinerseits mit Angriffen auf US-Militärstützpunkte in den mit den USA verbündeten Golfstaaten reagierte. Verfolgen Sie alle Entiwcklungen in unserem Liveblog.