Datum15.07.2026 01:01
Quellewww.zeit.de
TLDRSpanien hat Frankreich im WM-Halbfinale souverän mit 2:0 besiegt und steht im Finale. Internationale Medien loben die Dominanz Spaniens und bezeichnen die Leistung als "Lektion für die Welt". Frankreich wird für einen enttäuschenden Auftritt kritisiert. Spanische Blätter jubeln über den zweiten WM-Finaleinzug, während französische Medien von einem "Unfall" sprechen. Auch englische und italienische Presse würdigt Spaniens Sieg und kritisiert Frankreich.
InhaltSpanien steht im WM-Finale. Internationale Medien feiern die Dominanz des Europameisters – und rätseln über den enttäuschenden Auftritt der Franzosen. Die Presseschau Spanien steht nach einem souveränen 2:0 gegen Frankreich im Finale der Fußballweltmeisterschaft. Internationale Medien würdigen vor allem die Spielweise des Europameisters – und zeigen sich überrascht von der Leistung der Franzosen. Die spanische Sportzeitung Marca bejubelt den Finaleinzug: "Spanien steht im WM-Finale! Zum zweiten Mal in unserem Leben werden wir um den Weltmeistertitel kämpfen. Wir wollen den zweiten Stern!" Die AS titelt zu der beeindruckenden Leistung gegen Frankreich: "Eine Lektion für die Welt." Die Zeitung El País schreibt: "Spanien hat erneut Geschichte geschrieben. Nach 16 Jahren steht die Nationalmannschaft wieder im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft." Die französische L’Équipe spricht vom "Unfall in Dallas". Nach einem Turnier ohne ernsthafte Herausforderung habe Frankreich von Spanien eine "regelrechte Fußballlektion" erhalten. RMC Sport sieht den "amerikanischen Traum" der Franzosen jäh beendet. Gegen die beeindruckend kontrolliert auftretenden Spanier habe Frankreich nie ein Mittel gefunden. Le Figaro schreibt: "Auf dem Papier sah es nach einem echten Duell aus. Frankreich wurde im Halbfinale der Weltmeisterschaft 2026 in Dallas von Spanien mit 0:2 klar deklassiert." In den USA fragt The Athletic, ob Spanien unterschätzt worden sei. "Vielleicht waren wir so sehr auf Frankreich, Kylian Mbappé und den Rest ihrer torgefährlichen Offensive fixiert, dass wir die Qualität der spanischen Mannschaft übersehen haben", schreibt das Blatt. In England schreibt die Daily Mail von "lausigen Les Bleus". Frankreich sei zwar als Favorit in die Partie gegangen, obwohl die Qualität der spanischen Mannschaft bekannt gewesen sei. Besonders enttäuschend sei nicht nur das Ergebnis, sondern die Leistung des französischen Teams: "Sie waren weit davon entfernt, ihr selbstgestecktes Ziel bei dieser Weltmeisterschaft zu erreichen", schreibt die Boulevardzeitung. Der Guardian sieht in Spaniens Sieg eine "spektakuläre Lektion" für alle, die den Europameister zum Außenseiter erklärt hätten. Spanien habe sich damit das Spitzenspiel im MetLife Stadium gesichert und "Frankreich zu bloßen Mitläufern degradiert". Die Sun spielt dagegen auf das Ende der Ära Didier Deschamps an: "Sacre bleu. Frankreich scheitert an der letzten Hürde." Ausgerechnet am französischen Nationalfeiertag seien die WM-Träume geplatzt. "So hatte sich die Mannschaft das Ende der Deschamps-Ära nicht vorgestellt", schreibt das Blatt. In Italien feiert die Gazzetta dello Sport Spaniens Sieg: "Spanien, Triumph unter ›Olé‹-Rufen: Frankreich wurde vernichtend geschlagen." Für den Corriere dello Sport war es eine "spanische Revolution in Dallas". Tuttosport titelt: "Blaue Tränen." Mbappé und Frankreich müssten nach Hause, Spanien habe ihnen eine Fußballlektion erteilt. Die Krone-Zeitung aus Östzerreich hebt hervor, dass sich Spanien für die bisher so souverän auftretenden Franzosen ausgerechnet an deren Nationalfeiertag als zu starke Hürde erwies. Der Blick aus der Schweiz schreibt: "Frankreich bringt Yamal und sich selbst zu Fall." Ein Foul an Lamine Yamal habe den Untergang der Franzosen eingeleitet. Die Neue Zürcher Zeitung schreibt: "Spanien entzaubert Frankreich". Erneut habe ausgerechnet Mikel Oyarzabal, der "Antiheld", den Weg gewiesen.