USA: ICE stellt laut Medien Großteil der Fahrzeugkontrollen ein

Datum14.07.2026 21:50

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie US-Einwanderungsbehörde ICE setzt angeblich die meisten Fahrzeugkontrollen aus, nachdem es zwei tödliche Vorfälle gab. Diese Entscheidung folgt auf Kritik von Politikern wie Senatorin Susan Collins und Bürgerrechtsorganisationen. Die Behörde überprüft angeblich ihre Einsatzverfahren, um die Sicherheit zu erhöhen und Straftäter zu fassen. Eine offizielle Bestätigung gibt es jedoch nicht.

InhaltNach zwei erneuten Todesfällen nimmt die Kritik an der US-Einwanderungsbehörde ICE wieder zu. Nun gibt es dort offenbar einen Kurswechsel. Nach zwei tödlichen Schusswaffeneinsätzen bei Verkehrskontrollen innerhalb weniger Tage ändert die US-Einwanderungsbehörde ICE offenbar ihre Taktik. Dies berichten mehrere US-Medien unter Berufung auf informierte Quellen. Den Berichten zufolge sollen die meisten nicht zwingend erforderlichen Fahrzeugkontrollen bei Einsätzen vorerst ausgesetzt werden. Eine offizielle Bestätigung für den Schritt gibt es bislang nicht. Ein Sprecher der Behörde erklärte auf Anfrage lediglich, ICE überprüfe seine Einsatzverfahren fortlaufend, um die Sicherheit der Beamten zu gewährleisten und Straftäter von den Straßen fernzuhalten. Zu konkreten Einsatztaktiken äußere sich die Behörde grundsätzlich nicht. Auslöser für den Strategiewechsel sollen zwei tödliche Vorfälle in den Bundesstaaten Texas und Maine gewesen sein. In beiden Fällen kamen Einwanderer bei Einsätzen ums Leben, die im Zusammenhang mit Fahrzeugkontrollen standen. Die republikanische Senatorin Susan Collins aus Maine erklärte, sie habe nach dem jüngsten Vorfall mit Heimatschutzminister Markwayne Mullin gesprochen und ihn aufgefordert, alle nicht dringend erforderlichen Fahrzeugkontrollen vorläufig einzustellen. Das Vorgehen der Einwanderungsbehörde sorgt in den USA seit Jahren für scharfe Kritik. Nach den jüngsten tödlichen Einsätzen fordern Bürgerrechtsorganisationen und Politiker erneut eine strengere Kontrolle der Behörde. Bereits im Januar hatten tödliche Einsätze von Bundesbeamten, bei denen die US-Bürger Renée Good und Alex Pretti starben, landesweit Empörung ausgelöst.