Sabotage bei der Deutschen Bahn: Sabotage gegen Bahninfrastruktur nimmt offenbar zu

Datum14.07.2026 19:57

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Deutsche Bahn verzeichnete 2026 einen Anstieg von sieben Prozent bei Sabotageakten gegen ihre Infrastruktur, insgesamt 2.200 Fälle bis Juni. Dies führte zu über 220.000 Verspätungsminuten und beeinträchtigt zunehmend auch den Güterverkehr. Ein aktueller Fall in Neu Wulmstorf, bei dem ein Verteilerkasten brannte, legte den Zugverkehr lahm und erforderte Schienenersatzverkehr für tausende Pendler.

InhaltLaut einem Medienbericht hat die Bahn 2026 bisher 2.200 Sabotageakte und Diebstähle gegen ihre Infrastruktur registriert. Zunehmend sei auch der Güterverkehr betroffen. Saboteure haben es einem Medienbericht zufolge in diesem Jahr häufiger auf die Infrastruktur der Deutschen Bahn abgesehen. Von Januar bis Juni 2026 seien bundesweit 2.200 Fälle von Sabotage, Brandstiftung und gefährlichen Eingriffen in den Bahnverkehr und Metalldiebstahl registriert worden, berichtete die Bild-Zeitung unter Berufung auf ein internes Lagebild des Konzerns. Das entspreche einem Anstieg von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Kriminalität an der Schieneninfrastruktur verursachte demnach in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mehr als 220.000 Verspätungsminuten, wie die Zeitung weiter berichtete. Neben Einschränkungen im Personenverkehr seien zunehmend auch Hauptrouten für den schweren Güterverkehr betroffen. Auch der mutmaßliche Anschlag im niedersächsischen Neu Wulmstorf in der Nacht auf Dienstag werde in dem Bericht erwähnt: Dort brannte ein für die Leit- und Sicherheitstechnik der Bahn wichtiger Verteilerkasten aus. Rund 200 Zugfahrten seien ausgefallen, Tausende Pendlerinnen und Pendler hätten auf Schienenersatzverkehr ausweichen müssen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.