Datum14.07.2026 19:10
Quellewww.zeit.de
TLDRDonald Trump zahlte E. Jean Carroll 5,6 Millionen Dollar als Entschädigung. Ein Gerichtsurteil von 2023 befand Trump der sexuellen Nötigung und Verleumdung schuldig. Carrolls Anwältin bestätigte den Erhalt der Zahlung, nachdem Trumps Berufung vor dem Obersten Gerichtshof abgewiesen wurde. Trump hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen und sie als finanziell und politisch motiviert bezeichnet. Ein zweites Verfahren sprach Carroll zusätzlich 83,3 Millionen Dollar zu, die noch nicht gezahlt wurden.
InhaltVor drei Jahren wurde Donald Trump wegen sexueller Nötigung der Schriftstellerin E. Jean Carroll verurteilt. Sie erhielt nun eine Millionenentschädigung. Mehr als drei Jahre nach seiner Verurteilung wegen sexueller Nötigung und Verleumdung der Autorin E. Jean Carroll hat US-Präsident Donald Trump ihr eine Entschädigung in Millionenhöhe gezahlt. "Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass sie die Schadensersatzzahlung erhalten hat", sagte Carrolls Anwältin. Trump überwies insgesamt 5,6 Millionen Dollar (4,9 Millionen Euro) an die frühere Zeitungskolumnistin, wie aus einem Gerichtsdokument hervorging. In der vergangenen Woche hatte ein Bundesrichter in New York die Auszahlung der Summe an Carroll angeordnet. Zuvor hatte es der Oberste Gerichtshof der USA abgelehnt, Trumps Berufung gegen das Urteil in dem Zivilprozess anzunehmen. US-Präsident Donald Trump wurde 2023 in einem von zwei Verfahren gegen Carroll zu einer Geldstrafe verurteilt. Eine Jury kam zu dem Schluss, dass Trump Carroll Mitte der 1990er Jahre in einer Umkleidekabine eines New Yorker Kaufhauses sexuell angegriffen und sie später öffentlich verleumdet hatte. In einem zweiten Prozess wegen Verleumdung sprach eine weitere Jury Carroll zusätzlich 83,3 Millionen US-Dollar Schadenersatz zu. Auch gegen dieses Urteil legte Trump Berufung ein. Die Zahlung der Strafe hat er bisher nicht geleistet. Trump wies die Vorwürfe mehrfach zurück. Er erklärte, er kenne Carroll überhaupt nicht, und warf ihr vor, die Anschuldigungen aus finanziellen und politischen Gründen erhoben zu haben, unter anderem um den Verkauf ihrer Bücher zu fördern.