Datum14.07.2026 19:09
Quellewww.zeit.de
TLDRDer deutsche Schiedsrichter Felix Zwayer ist nach zwei Vorrundeneinsätzen vorzeitig von der WM abgereist. Obwohl seine Leistungen als gut bewertet wurden, hätte er sich mehr Spiele erhofft. Seine frühere Verwicklung in einen Wettskandal wird kurz erwähnt. Videoschiedsrichter Bastian Dankert hofft noch auf einen Einsatz im Finale.
InhaltDer Einsatz des Schiedsrichters Felix Zwayer bei der WM ist nach zwei Spielen beendet. Videoschiedsrichter Bastian Dankert kann sich noch Hoffnungen aufs Finale machen. Für den deutschen Fußball-Schiedsrichter Felix Zwayer ist die Weltmeisterschaft nach zwei Einsätzen in der Vorrunde vorzeitig beendet. Der 45 Jahre alte Berliner blieb bei seiner WM-Premiere ohne Einsatz als Hauptschiedsrichter in der K.o.-Runde; beim Achtelfinale zwischen Spanien und Portugal (0:1) war er als Vierter Offizieller eingeteilt. Zwayer leitete die Begegnungen von Gastgeber USA gegen Australien (2:0) und der Demokratischen Republik Kongo gegen Usbekistan (3:1). Die Leistungen des Deutschen wurden in beiden Fällen als sehr gut eingeschätzt. Schiedsrichter-Lehrwart Lutz Wagner kritisierte die Auswahl der Unparteiischen. "Felix hatte sich mehr als zwei Spiele erhofft. Die hätte er meiner Meinung nach auch verdient gehabt", sagte Wagner in einem Interview mit der ARD-Sportschau. Die Schiedsrichteransetzung sei "manchmal schon durchaus schwer nachvollziehbar" gewesen. Der Chef der DFB Schiri GmbH, Knut Kircher, würdigte Zwayers Auftritte: "Natürlich möchte man als Sportler maximal viel erreichen und ist erstmal enttäuscht, wenn man trotz seiner Qualitäten nur zu zwei Spielen angesetzt wird", sagte Kircher dem Sport-Informations-Dienst. "Wir sind als DFB Schiri GmbH sehr stolz auf die Leistung von Felix Zwayer und seinem Team bei dieser WM." Zwayer stand bereits vor viereinhalb Jahren kurz davor, seine Karriere zu beenden. Damals wurde seine Verwicklung im Fußball-Wettskandal 2005 um den damaligen Schiedsrichter Robert Hoyzer erneut thematisiert und öffentlich debattiert. Zwayer war in diesem Zusammenhang wegen "grob sportwidrigen" Verhaltens für sechs Monate gesperrt worden. Anders als Zwayer ist Bastian Dankert noch nicht abgereist. Er darf sich als Videoschiedsrichter noch Hoffnungen auf einen Einsatz im WM-Finale am Sonntag machen. Alles Wichtige zur Fußball-Weltmeisterschaft lesen Sie in unserem Liveblog.