Nachrichtenpodcast: Abkassieren in der Straße von Hormus?

Datum14.07.2026 17:08

Quellewww.zeit.de

TLDRDie USA reagieren auf iranische Angriffe in der Straße von Hormus mit Luftangriffen und einer Seeblockade. Zukünftig sollen 20% des Warenwerts für Schiffe als Gebühr erhoben werden, was die bisherige Politik der freien Schifffahrt widerspricht. Gleichzeitig wird die Strategie des Irans und die Möglichkeit eines "Geschäftsmodells" Krieg diskutiert. Zum fünften Jahrestag der Ahrtalflut wurde Klimaschutz betont. Innerhalb der deutschen Regierungskoalition gibt es Streit über mögliche Sanktionen gegen Israel wegen Siedlungsbau.

InhaltDie USA blockieren iranische Häfen und kündigen Zölle für Schiffe in der Meerenge an. Wird der Krieg zum Geschäftsmodell? Und: Deutschlands Stimme gegen Israelsanktionen Weder echter Frieden noch offener Krieg: Nachdem der Iran in der vergangenen Woche erneut Tanker in der Straße von Hormus beschossen hat, reagieren die USA seit dem Wochenende mit Luftangriffen, unter anderem bombardierten sie Ölraffinerien. Ab heute soll zusätzlich eine Seeblockade für iranische Häfen in Kraft treten. Und die USA wollen in Zukunft 20 Prozent des Warenwerts als Gebühr für Schiffspassagen durch die Meerenge von Hormus erheben. Bisher hatten sie eine freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus als Kriegsziel ausgegeben. Wie passt das zusammen? Werden die gegenseitigen Angriffe bei gleichzeitigen Verhandlungen nun zum Dauerzustand? Und welche Strategie verfolgt der Iran? Mit ZEIT-Korrespondent Jörg Lau besprechen wir die Lage. Zum fünften Jahrestag der Flutkatastrophe im Ahrtal hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf einer Gedenkfeier gesprochen. Bundesumweltminister Carsten Schneider forderte mehr Klimaschutz, um besser gegen künftige Extremwetterereignisse gewappnet zu sein, die laut Klimaforschern in Zukunft noch häufiger und heftiger auftreten werden. Bei der historischen Flut im Juli 2021 waren in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Pfalz 185 Menschen gestorben. Bis heute gilt das Hochwasser als die teuerste Naturkatastrophe, die jemals in Europa verzeichnet wurde. Außerdem im Update: Die Frage nach Sanktionen gegen Israel wegen der Ausweitung illegaler Siedlungen im Westjordanland sorgt für Spannungen innerhalb der Regierungskoalition aus CDU und SPD. Außenminister Johann Wadephul hatte beim EU-Außenministertreffen in Brüssel am Montag gegen Einfuhrbeschränkungen für Israel gestimmt. Stattdessen sprach er sich für Gespräche mit der israelischen Regierung aus. Der außenpolitische Sprecher der SPD, Adis Ahmetović, sagte, dass Deutschland bei klaren Völkerrechtsverstößen von Israel Sanktionen nicht blockieren dürfe. Und sonst so? Im WM-Halbfinale ist die Elite unter sich. Moderation und Produktion:Mounia Meiborg Redaktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Maximilian Renzikowski Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.