Deutsche Bahn: Baustellenpause zu Weihnachten für pünktlichere Züge

Datum26.11.2025 10:33

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie Deutsche Bahn plant über die Weihnachtsferien eine Baustellenpause, um die Pünktlichkeit der Züge zu erhöhen und den erwarteten Ansturm von über fünf Millionen Fahrgästen besser zu bewältigen. Vorstandschefin Evelyn Palla kündigte an, dass die Bauarbeiten im Schienennetz reduziert werden. Trotz dieser Maßnahmen prognostiziert die Bahn eine sinkende Pünktlichkeit im Fernverkehr, die Ende des Jahres unter 60 Prozent fallen könnte. Eine Verbesserung wird erst ab 2027 erwartet, da die Baustellenanzahl steigen wird.

Inhalt"Alles wird rollen, was rollen kann": Bahn-Chefin Evelyn Palla verspricht zu Weihnachten Anstrengungen, damit Züge möglichst pünktlich und nicht zu voll sind. Bauarbeiten sollen rund um den Jahreswechsel runtergefahren werden. Zu Weihnachten erwartet die Bahn viele Passagiere. Um den Ansturm besser bewältigen zu können, will der Konzern über die Feiertage einen Teil der Baustellen im Schienennetz ruhen lassen. Die Bahn rechne mit mehr als fünf Millionen Fahrgästen rund um Weihnachten, sagte Vorstandschefin Evelyn Palla im Podcast von "Table.Briefings". Der Ticketverkauf liege sechs Prozent über dem Vorjahresniveau. "Alles wird rollen, was rollen kann", sagte Palla mit Blick auf den Einsatz aller verfügbaren Züge. "Wir werden versuchen, das Baugeschehen runterzufahren über die Weihnachtsfeiertage, damit wir da eine Entlastung im Schienennetz haben." Schon in der Vergangenheit hat die Bahn mit weniger Bautätigkeit und mehr Zügen versucht, den Betrieb rund um das Fest zu stabilisieren. Trotz der Maßnahmen rechnet der Staatskonzern mit weiter sinkender Pünktlichkeit. "Wir werden im Fernverkehr bis Ende des Jahres wahrscheinlich eine Fünf vorne sehen", sagte Palla. Sie meint damit, dass die Pünktlichkeitswerte im Fernverkehr in diesem Jahr voraussichtlich unter 60 Prozent liegen werden. Im Oktober hatte die Quote bei 51 Prozent gelegen und damit einen neuen Tiefstand erreicht. Seit Juni lag die Quote in jedem Monat unter 60 Prozent. Als verspätet gilt ein Zug ab einer Verzögerung von sechs Minuten. Zugausfälle werden dabei nicht berücksichtigt. Im kommenden Jahr werde es zunächst nicht besser, da die Zahl der Baustellen entlang des Schienennetzes von derzeit 26.000 auf 28.000 angehoben werden müssten, sagte Palla. "Erst 2027 wird es spürbar besser."