Datum14.07.2026 15:32
Quellewww.zeit.de
TLDRDie WHO vermutet eine deutlich höhere Dunkelziffer bei Ebola-Erkrankungen im Kongo. Die tatsächliche Zahl der Infizierten könnte zwei- bis viermal so hoch sein wie die offiziell bestätigten 1.900 Fälle. Dies liegt an unentdeckten Infektionsketten, da die meisten Todesfälle in Familien und nicht in Behandlungszentren auftreten. Angehörige pflegen Erkrankte ohne Schutzmaßnahmen und stecken sich so leicht an.
InhaltDie Zahl der Ebola-Infizierten in der Demokratischen Republik Kongo ist offenbar viel höher als bekannt. Laut WHO gibt es zahlreiche unentdeckte Infektionsketten. Der Ausbruch des Ebola-Virus in der Demokratischen Republik Kongo ist offenbar deutlich umfangreicher als bisher angenommen. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnte die tatsächliche Zahl der Infizierten zwei- bis viermal höher sein als die bislang offiziell erfassten Fälle. Das sagte WHO-Nothilfedirektor Chikwe Ihekweazu nach seiner Rückkehr aus dem Gebiet. Bislang wurden mehr als 1.900 Ebola-Fälle durch Labortests bestätigt. Mehr als 700 Menschen sind infolge der Infektion gestorben. Besonders herausfordernd sei, dass die meisten Todesfälle in Familien und nicht in Behandlungszentren auftreten. Angehörige, die Erkrankte ohne ausreichende Schutzmaßnahmen pflegen, könnten sich leicht mit dem Virus anstecken. Zudem standen vier von fünf neu Infizierten nicht auf der Liste der Kontaktpersonen bereits bekannter Ebola-Fälle. Das deutet darauf hin, dass es zahlreiche bislang unentdeckte Infektionsketten gibt. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.