Datum14.07.2026 15:21
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Inflation in den USA hat sich im Juni überraschend auf 3,5 Prozent abgeschwächt, was unter den Erwartungen von Volkswirten liegt. Nach einem Anstieg infolge des Irankriegs sank sowohl die Gesamtinflation als auch die Kernrate (ohne Energie und Lebensmittel) auf 2,6 Prozent. Die US-Notenbank erwägt angesichts der fortgesetzten Teuerung, die über dem Ziel von zwei Prozent liegt, Zinserhöhungen.
InhaltDie infolge des Irankriegs angefachte Inflation in den USA hat sich überraschend abgeschwächt. Die Verbraucherpreise stiegen wider Erwarten im Juni nur um 3,5 Prozent. Die Inflation in den USA ist stärker gesunken als erwartet. Im Juni stiegen die Verbraucherpreise nur um 3,5 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 3,8 Prozent gerechnet, nach einer Teuerungsrate von 4,2 Prozent im Mai. Seit Beginn des Irankriegs im Februar stieg die Inflationsrate stark. Die anhaltend erhöhte Inflation könnte die US-Notenbank Federal Reserve vor Probleme stellen. Sie muss laut Direktoriumsmitglied Christopher Waller die Leitzinsen möglicherweise bald anheben, sollte die Teuerung weiterhin deutlich über dem Ziel der Zentralbank der USA von zwei Prozent verharren. Auch die sogenannte Kernrate ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel sank im vergangenen Monat. Im Juni betrug sie 2,6 Prozent, nach 2,9 Prozent im Mai. Sie bildet den zugrunde liegenden Inflationstrend gut ab. Die Zentralbanker hatten den Leitzins im Juni unter Leitung des neuen Chefs Kevin Warsh in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen, aber eine mögliche Straffung im Jahresverlauf angekündigt.