Datum14.07.2026 14:52
Quellewww.zeit.de
TLDRVerteidigungsminister Pistorius plant, die militärische Präsenz der Bundeswehr im Weltraum durch neue Satellitenkonstellationen auszubauen. Ziel ist die Verbesserung von Frühwarnung, Aufklärung, Detektion und Kommunikation. Der Minister betonte die Bedeutung der Expertise von OHB und forderte bezahlbare Preise sowie pünktliche Lieferungen. Das neu gegründete Joint Venture OHB Rheinmetall Space Networks GmbH wird sich auf das künftige Satellitenkommunikationssystem "SatComBw 4" bewerben, das die Vernetzung von Soldaten und Ausrüstung mit sicherer Datenübertragung ermöglichen soll.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Pistorius zu Besuch bei OHB“. Lesen Sie jetzt „Wie die Bundeswehr im Weltraum präsenter werden soll“. Die Bundeswehr soll mit neuen Satellitenkonstellationen ihre militärische Präsenz im Weltraum ausbauen. "Wir brauchen die Fähigkeit zur Frühwarnung, zur Aufklärung, zur Detektion, zur Kommunikation im Weltall", betonte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bei einem Besuch des Bremer Raumfahrtkonzerns OHB. "Daher planen wir die Beschaffung von Satellitenkonstellationen." Dabei setze das Ministerium auch auf die Expertise von OHB, sagte Pistorius. Entscheidend sei, dass die Preise für die Satellitenkonstellationen nicht durch die Decke gingen und Lieferzeiten eingehalten würden. "Wir können uns in diesen Zeiten keine Verzögerungen erlauben", erklärte der Minister. Eine wichtige Rolle könnte noch die Kooperation von OHB und dem Rüstungskonzern Rheinmetall spielen. Sie gründeten Mitte Juni das Gemeinschaftsunternehmen OHB Rheinmetall Space Networks GmbH mit Sitz in Bremen, um sich für das künftige militärische Satellitenkommunikationssystem der Bundeswehr zu bewerben. Das System "SatComBw 4" soll Soldaten, Fahrzeuge, Plattformen und Drohnen vernetzen und Sprache, Daten und Echtzeitinformationen über alle Führungsebenen sicher übertragen. © dpa-infocom, dpa:260714-930-383509/1