Reaktion auf Einsparungen: Uni Frankfurt bietet weniger Studienplätze an

Datum14.07.2026 13:04

Quellewww.zeit.de

TLDRAus finanziellen Zwängen bietet die Goethe-Universität Frankfurt zum Wintersemester 455 Studienplätze weniger an. Betroffen sind unter anderem Lehramt, Jura, Wirtschaftswissenschaften und Soziologie. Universitätspräsident Enrico Schleiff bedauert die Entscheidung, betont aber die Notwendigkeit, Lehrende vor Überlastung zu schützen und Forschung zu ermöglichen. Dies sei Teil einer landesweiten Konsolidierung im hessischen Hochschulsystem, die durch den hessischen Hochschulpakt 2026-2031 bedingt ist.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Reaktion auf Einsparungen“. Lesen Sie jetzt „Uni Frankfurt bietet weniger Studienplätze an“. Als Konsequenz aus Einsparungen bietet die Frankfurter Goethe-Universität zum Wintersemester weniger Studienplätze an. "Betroffene Fächer sind unter anderem das gymnasiale Lehramt, Jura im Staatsexamen, Wirtschaftswissenschaften, Politikwissenschaft und Soziologie sowie Erziehungswissenschaften, Biochemie und Sportwissenschaften", teilte die Uni mit. Im Vorjahresvergleich werde es insgesamt 455 Studienplätze weniger geben.  "Uns ist die Entscheidung nicht leichtgefallen", sagte Universitätspräsident Enrico Schleiff. Einerseits habe die Universität die Aufgabe, die nächste Generation auf hohem Niveau auszubilden. Andererseits müssten die Lehrenden vor Überlastung geschützt und Forschung ermöglicht werden. "Die finanziellen Rahmenbedingungen der nächsten Jahre lassen uns Universitäten nur sehr wenig Spielraum, genau das zu fördern und unterstützen", erklärte Schleiff.  Die Verringerung der Zulassungszahlen in NC-Fächern sei nur ein erster Schritt eines umfassenderen Prozesses finanzieller und struktureller Konsolidierung. "Das ist leider bittere Realität im gesamten Hochschulsystems Hessens", erklärte der Uni-Präsident. Der hessische Hochschulpakt 2026-2031 sieht vor, dass die Unis und Fachhochschulen in Hessen 2026 rund 30 Millionen Euro einsparen müssen. Im Jahr darauf kehrt ihr Budget auf das Niveau von 2025 zurück. Von 2028 an steigen die Landesmittel dann jährlich. © dpa-infocom, dpa:260714-930-382647/1