IHK-Umfrage: Unternehmen hoffen auf Reformen – echte Erholung fehlt

Datum14.07.2026 12:51

Quellewww.zeit.de

TLDREine IHK-Umfrage in Niedersachsen zeigt eine leichte Stimmungsaufhellung bei Unternehmen, die auf anstehende Reformen der Regierung hoffen. Dennoch ist eine echte Erholung ausgeblieben, da über ein Viertel der Firmen ihre Lage weiterhin als schlecht einschätzt. Die Präsidentin der IHK Niedersachsen, Maike Bielfeldt, betont, dass die Reformen zwar Hoffnung geben, aber keine sofortige Problemlösung darstellen. Entscheidend seien nun schnelle, konkrete Entlastungen für die Unternehmen, die nach Jahren von Krisen dringend notwendig seien, um den Wirtschaftsstandort zu erhalten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „IHK-Umfrage“. Lesen Sie jetzt „Unternehmen hoffen auf Reformen – echte Erholung fehlt“. Die Aussicht auf Reformen der schwarz-roten Koalition lässt in Niedersachsens Unternehmen die Stimmung ein wenig aufhellen. "Die Unternehmen sehen, dass sich politisch etwas bewegt", sagte Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen bei der Vorstellung der Konjunkturumfrage in Hannover. Das gebe den Firmen Hoffnung: "Für einen echten und nachhaltigen Stimmungsumschwung reicht das aber nicht." Mehr als jedes vierte Unternehmen - 26 Prozent - beurteilt demnach seine Geschäftslage weiter als schlecht. Nur knapp jedes fünfte Unternehmen - 19 Prozent - sprach von einer guten Geschäftslage. Das ist eine leichte Verbesserung gegenüber der Umfrage im Frühjahr. Da hatten noch 27 Prozent von einer schlechten und nur 17 Prozent von einer guten Lage berichtet. "Die leicht aufgehellten Erwartungen zeigen, dass die Unternehmen die Signale aus der Politik wahrnehmen", sagte Bielfeldt. Das Reformpaket sei aber eher ein Hoffnungsträger als ein Problemlöser. Entscheidend werde sein, ob aus den Ankündigungen auch rasch konkrete Entlastungen für Unternehmen werden. Dies sei dringend nötig, betonte Bielfeldt: "In den vergangenen Jahren mussten die Unternehmen Krise auf Krise bewältigen, viele leben inzwischen von Ihrer Substanz. Der Wirtschaftsstandort kann sich deshalb keine weiteren Verzögerungen mehr leisten." © dpa-infocom, dpa:260714-930-382573/1